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Havelland Fliegende Drachen begeistern Hunderte
Lokales Havelland Fliegende Drachen begeistern Hunderte
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00:18 28.06.2017
Dieser aufgeblasene Großdrache ging nicht in die Luft. Ihn am Boden zu halten, war schwer genug.   Quelle: Astrid Wiebe
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Paaren im Glien

 Der Wettergott hatte ein Einsehen und schenkte tausenden Drachenfans am Wochenende ein faszinierendes Flugspektakel. Von kleinen Regenhuschen und vereinzelten Flauten abgesehen, erlebten die Besucher beim erstmals ausgetragenen „Drachenfestival on Tour“ im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien spektakuläre Vorführungen.

Dass Drachensteigen nicht nur etwas für Kinder und Familienväter ist, demonstrierten auf faszinierende Weise rund 50 Drachenpiloten aus ganz Deutschland, die ihre farbenfrohe Mischung an Himmelsstürmern im Gepäck hatten. Es gab imposante Großdrachen und Windturbinen, wendige und pfeilschnelle Lenkdrachen oder flugfähige Comic-Figuren. Bart Simpson und Papa Schlumpf einmal als quietschbunte Flugobjekte hoch oben am Himmel zu beobachten, löste nicht nur bei den kleinsten Zuschauern Begeisterung aus. „Der Spaß, wenn sich die selbstgebastelten Riesenfiguren in die Lüfte bewegen, ist auch bei mir immer noch riesengroß“, freute sich Frank Steinert. Gerade hatte er seinen zwölf Meter großen Schlumpf vor den staunenden Zuschauern zum Fliegen gebracht. Seit mehr als 20 Jahren ist der 49-jährige Zimmermann aus Biesdorf dem Drachenfieber verfallen und in den Sommermonaten fast jedes Wochenende bei Drachenfestivals dabei. „Wir waren schon in Italien, Frankreich und Dänemark. Und im letzten Jahr sogar in Kasachstan.“ Jeden Winter verbringt er die freie Zeit in seiner Werkstatt und verarbeitet Unmengen an speziell für den Drachenbau entwickelten Stoff und tausende Meter Garn zu seinen überdimensionalen Comic-Helden.

Nicht nur bunte, fantasievolle Gesellen schwebten am Himmel über Paaren, auch der sportliche und rasante Drachensport mit atemberaubenden Flugaktionen kam nicht zu kurz. So zeigte das vierköpfige Lenkdrachenteam Skyline aus Berlin, wie elegant sie ihre Lenkdrachen synchron umeinander, miteinander und gegeneinander drehen lassen können, ohne dass die Drachen ein einziges Mal den Boden berühren. „Um solch spektakuläre Moves und Kunststücke hinzubekommen, braucht es schon ein jahrelanges und intensives Training. Denn Drachenfliegen erfordert eine Menge Können, Kraft und Technik. Man sollte nicht unterschätzen, wie anstrengend es ist, einen Drachen bei den stets wechselnden Windverhältnissen fest im Griff zu halten“, erklärte Robert Kirsch. Der 33-jährige Berliner, der auf charmante und fachkundige Art als Moderator durch das Tagesprogramm führte, ist selbst leidenschaftlicher Großdrachenflieger und hat sich in der Drachenszene einen Namen gemacht.

Ein Höhepunkt der Show war der 37 Meter lange begehbare Schwanz von Europas größtem Drachen, der mit Hilfe mehrerer Drachenbändiger und einem Luftgebläse seine riesige Dimension präsentierte. Der Riesenkoloss „Manta Rey“ ist mit 42 Metern Spannweite, fast 700 Quadratmetern Tuchgrundfläche und zwölf Tonnen Hauptankerlast so gewaltig, dass sich das gigantische Fabelwesen nur zwei bis drei Mal im Jahr bei Veranstaltungen erhaben in die Lüfte bewegt.

Von Astrid Wiebe

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