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Asylbewerber ziehen in ehemalige Kantine

Essilor-Gebäude in Rathenow wird Notunterkunft Asylbewerber ziehen in ehemalige Kantine

Der geplante Umbau des leer stehenden Essilor-Werkes im Rathenower Hasenweg war ein Thema in der Sondersitzung der Stadtverordneten. Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle informierte kurz über die bevorstehende Herausforderung.

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Nur das flache Kantinengebäude soll zur Notunterkunft umgebaut werden.

Quelle: M. Kniebeler

Rathenow. Ende vergangener Woche hatte Kreisbaudezernent Jürgen Goulbier verkündet, dass die leer stehenden Gebäude im Rathenower Norden bis zum 1. September zu einer Notunterkunft für Asylbewerber umgebaut werden. Rathenows Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle nannte am Montagabend einige Details des Vorhabens. So würden nur Kantine und Eingangsgebäude zu Unterkünften umgebaut, so Lemle. Das eigentliche Produktionsgebäude eigne sich wegen brandschutztechnischer Fragen nicht für eine Wohnnutzung. Außerdem sollen Lemle zufolge Container auf dem Areal aufgestellt werden, in denen die Sanitäranlagen für die Flüchtlinge installiert werden.

Am 1. September bezugsfertig

Die Unterkunft soll nach Auskunft Lemles und Goulbiers bereits am 1. September bezugsfertig sein. Die Nutzung als Notunterkunft ist zeitlich auf ein Jahr befristet. Ob eine Verlängerung dieser Befristung möglich ist, konnte Lemle nicht sagen. Nach Auskunft aus der Pressestelle des Landkreises wird es in der zweiten Augusthälfte einen Bürgerversammlung zu der Notunterkunft geben, auf denen die Verantwortlichen der Kreisverwaltung detailliert Auskunft geben wollen zu der Unterkunft.

Bei den Stadtverordneten waren die Reaktionen auf die Ankündigung gespalten. Während beispielsweise Jörg Rakow (CDU) darauf aufmerksam machte, dass man mögliche Ängste der Anwohner ernst nehmen solle, warnten andere, darunter Daniel Golze und Jürgen Albrecht (beide Linke), vor Vorverurteilungen. Wer hierher fliehe, der habe ein Recht auf eine sichere Unterkunft, sagte Daniel Golze. Die SVV-Vorsitzende Diana Golze erklärte, ihr sei es lieber, dass die Flüchtlinge ein festes Dach über dem Kopf bekommen, als in einer provisorischen Zeltstadt unterzukommen. Von daher sei die Rathenower Lösung nicht die schlechteste.

Von Markus Kniebeler

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