Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Flüchtlinge bleiben auf Truppenplatz
Lokales Havelland Flüchtlinge bleiben auf Truppenplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 01.02.2016
Stoßen auf 2016 an: Ronald Weihs, Wolfgang Rost, Hermann Paschke und Michael Vormwald. Quelle: foto: n. stein
Anzeige
Klietz

Der Alltag in der Gemeinde ist bunter geworden, seitdem das Land Sachsen-Anhalt die Kasernen auf dem Bundeswehrübungsplatz Klietz als Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge nutzt. 700 feste Unterkünfte hat die Bundeswehr im September 2015 dafür zu Verfügung gestellt. „Und wir gehen davon aus, dass die Unterkünfte auch das ganze Jahr 2016 hindurch als Landesaufnahmestelle benötigt werden“, sagte Oberstleutnant Michael Vormwald beim traditionellen Neujahrsempfang, zu dem der Standortälteste der Bundeswehr in Klietz, der Bürgermeister der Gemeinde Hermann Paschke, der Objektmanager des Truppenübungsplatzes des Bundeswehr- Dienstleistungszentrums Burg, Ronald Weihs, und Wolfgang Rost vom Bundesforstbetrieb am Donnerstagabend eingeladen hatten. Gekommen waren Gäste aus Politik und Wirtschaft, von der Bundeswehr und von gesellschaftlichen Organisationen. Treffpunkt war im Landgasthof „Seeblick“ in Klietz.

Halle Ende Februar fertig

Der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge wurden auf dem Kasernengelände weitere Objekte zur Nutzung übergeben. So auch ein großer Kinosaal, der als provisorisch hergerichtet Essensausgabestelle genutzt wurde, nachdem das Juni-Hochwasser 2013 auf dem Gelände am Klietzer See Objekte, Einrichtungen und die komplette Küche zerstört hatte. Gekocht wird seither auf dem Biwakplatz bei Großwudicke. Weil der Kinosaal in Klietz nicht mehr zu Verfügung steht, wird zur Verpflegung der übenden Truppe derzeit auf dem Biwakplatz eine 400 Quadratmeter große winterfeste Halle mit 200 Sitzplätzen errichtet. Spätestens Ende Februar soll die Halle fertig sein. Eine neue Küche wird bis Mitte 2017 auf dem Kasernengelände in Klietz gebaut.

Die Bereitstellung von Ausweichquartieren für die übende Truppe gehört für den Klietzer Platzkommandanten Vormwald und seinen Leuten derzeit zu den größten zu bewältigenden Aufgaben. Genutzt werde dafür jeder mögliche Platz, sagt der Oberstleutnant. Benötigt werden für Großübungen bis zu 900 Quartiere.

251 Schießübungen in einem Jahr

Wie viele Übungen 2016 auf dem Klietzer Platz stattfinden, kann der Kommandant derzeit noch nicht sagen. 2015 waren es 251 Schieß- und andere Ausbildungsübungen an denen insgesamt 98 418 Soldaten und Offiziere teilgenommen haben. Um die Ausbildungsvoraussetzungen auf dem 9050 Hektar großen Übungsplatz weiter zu verbessern, investierte die Bundeswehr letztes Jahr rund 3,8 Millionen Euro in Klietz, so in eine neue Panzerwaschanlage auf dem Biwakplatz bei Großwudicke und dem Ausbau von zwei weiteren Schießanlagen im Gelände. Ausgebaut und erweitert wird die militärische Infrastruktur auf dem Übungsplatz auch in den kommenden Jahren. 2016 bis 2018 werden dem Platzkommandanten zufolge dafür zwischen 20 und 25 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Zum Auslandseinsatz gehen 2016 vom Personal des Truppenübungsplatzes Bundeswehrangehörige nach Nordmali, Afghanistan und Nordirak.

Von Norbert Stein

Havelland Havelland: Polizeibericht vom 29. Januar - Geschäft überfallen

Großer Schreck für eine Ladenangestellte am Donnerstagabend in Falkensee: Sie wurde von zwei Unbekannten mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe von Geld aus der Kasse gezwungen.

29.01.2016

Hinter dem Begriff Pflegeprävalenz verbirgt sich der Anteil pflegebedürftiger Menschen im Verhältnis zur Einwohnerzahl einer Region. Diesen Faktor zu senken und die Lebensqualität für Pflegebedürftige zu steigern, ist Ziel eines Modelprojekts, an dem sich die Gemeinde Milower Land beteiligt.

30.01.2016
Havelland Hubschrauber bei Polizeieinsatz im Milower Land - Wilde Jagd nach Autodieb

Einen flüchtigen Autofahrer haben Polizisten am Donnerstagabend im Milower Land verfolgt. Dieser hatte plötzlich Gas gegeben, als die Polizei an einer Kreuzung nehmen ihm stoppte. Auch aus der Luft wurden die Straßen abgesucht – aber am Ende war der VW-Fahrer schneller als die Polizei.

29.01.2016
Anzeige