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Flüchtlinge stabilisieren die Einwohnerzahl

Trendwende in Premnitz Flüchtlinge stabilisieren die Einwohnerzahl

Alle Prognosen sagen für die Stadt Premnitz mit ihren Ortsteilen Döberitz und Mögelin sinkende Einwohnerzahlen voraus, doch nun schon seit zwei Jahren gibt es dort einen anderen Trend. Die Anzahl der Einwohner hält sich stabil bei 8450. Vergessen werden darf dabei aber nicht, dass das auch den zugewiesenen Flüchtlingen zu verdanken ist.

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Khaled Ibrahim (Mitte) aus Syrien hat mit seiner Familie im November eine Wohnung der PWG in Premnitz bezogen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) hat am Donnerstagabend in der letzten Sitzung des Jahres eine positive Bilanz für 2015 gezogen. Die Haushaltslage sei solide, teilte er mit, und sprach dann über einen erfreulichen Trend. Anders als alle geltenden Prognosen, die für Premnitz sinkende Einwohnerzahlen vorhersagen, berichtete er, habe sich dieser Ansatz in der Realität seit nun schon zwei Jahren nicht bestätigt. Seit Ende 2013 liege die Einwohnerzahl der Stadt einschließlich ihrer Ortsteile Döberitz und Mögelin relativ konstant bei 8 450. Im Laufe dieses Jahres seien rund 100 neue Einwohner in die Stadt gekommen. Die Zahl der Geburten liege allerdings mit gegenwärtig nur 38 deutlich unter den Vorjahren, in denen 50 bis 60 Neugeborene auf die Welt kamen.

PWG stellt innerhalb eines Jahres 60 Wohnungen für Flüchtlinge bereit

Roy Wallenta hat darauf aufmerksam gemacht, dass die Stabilisierung der Bevölkerungszahl in erster Linie ein Ergebnis des Zuzugs von Asylbewerbern ist. Im Heim an der Alten Waldstraße befänden sich gegenwärtig 80 Flüchtlinge. In Mietwohnungen der Stadt seien derzeit 130 Asylbewerber untergebracht – und das mit steigender Tendenz. Der Bürgermeister erinnerte an den Vertrag der Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) mit dem Landkreis, wonach das Unternehmen für Flüchtlinge seit Juni im Laufe eines Jahres 60 Wohnungen zur Verfügung stellen wird.

Bei den Deutschen, die nach Premnitz gezogen seien, teilte der Bürgermeister mit, habe die Stadt nach den Gründen gefragt. Zuerst seien familiäre Ursachen genannt worden, dann habe die Lebensqualität in der Stadt eine Rolle gespielt. Hervorgehoben worden sei auch die gute Infrastruktur, beispielsweise die vorhandenen Kitas und Schulen. Bemerkenswert sei, so Roy Wallenta, dass es sich bei einem Drittel der deutschen Zuzügler um Rückkehrer handele, die Premnitz in früheren Jahren verlassen hatten.

Rund die Hälfte der Asylbewerber kommt derzeit aus Syrien

Etwa die Hälfte der Flüchtlinge in der Stadt komme aus Syrien, berichtete der Bürgermeister. Rund 30 Prozent seien aus Afghanistan, Pakistan und dem Irak. Vom Balkan seien kaum noch Personen dabei. Die Kommune werde eine sehr lange Zeit mit dieser Situation umgehen müssen, sagte Roy Wallenta, und sei gut beraten, sich auf die Integration von Flüchtlingen einzustellen. Es gebe für die Premnitzer mit Sicherheit überhaupt keinen Grund, wegen der Asylbewerber Ängste oder Sorgen zu haben.

Von Bernd Geske

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