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Flüchtlingsheime werden geschlossen

Havelland Flüchtlingsheime werden geschlossen

In Schönwalde-Glien und Dallgow-Döberitz werden die Asylunterkünfte zum Jahresende geschlossen. Nicht alle Flüchtlinge haben dann eine Bleibe, weil einige die angebotenen Quartiere nicht annehmen wollen.

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Das Schönwalder Heim war im Gewerbegebiet aufgestellt worden.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. Aufgrund der rückläufigen Aufnahme von Asylsuchenden und ausländischen Flüchtlingen ist unter Kostengesichtspunkten vom Landkreis Havelland beabsichtigt, die Gemeinschaftsunterkünfte in Containerbauweise in Dallgow-Döberitz (142 Plätze) und Schönwalde-Glien (400 Plätze) ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr zu betreiben. Das erklärte die Kreisverwaltung auf MAZ-Nachfrage. Wurden im Jahr 2015 noch 1653 Flüchtlinge im Havelland aufgenommen, waren es 2017 nur noch 274. Im vergangenen Jahr waren 469 Flüchtlinge im Landkreis Havelland untergebracht worden.

Bewohner nach dem Landesaufnahmegesetz aus Schönwalde/Glien wurden bereits auf andere Flüchtlingsheime in Falkensee, Nauen, Rathenow, Friesack und Premnitz verteilt. Letztere Gemeinschaftsunterkunft wird zum Jahreswechsel wieder betrieben. Bereits anerkannte Flüchtlinge sind aufgefordert worden, aus den Gemeinschaftsunterkünften auszuziehen und sich Wohnraum zu suchen. Der Freizug in Schönwalde/Glien soll zum 20. Dezember vollzogen sein, die Umzüge der Bewohner aus Dallgow-Döberitz sind für Anfang Januar vorgesehen.

In der Unterkunft in Schönwalde-Glien leben derzeit ausschließlich anerkannte Asylbewerber, die Leistungen nach dem SGB II beziehen und durch geeignete SGB II Maßnahmen unterstützt werden.

Für Asylbewerber mit schulpflichtigen Kindern wurde sich intensiv und erfolgreich um eine wohnortnahe Lösung bemüht, um einen Schulwechsel zu vermeiden. Allen Bewohnern wurde im Vorfeld ein möglichst wohnort- und arbeitsnahes Alternativangebot unterbreitet, was aber nicht in jedem Fall angenommen wurde. „Obdachlosigkeit wollen wir selbstverständlich vermeiden, sodass wir auf die Mitwirkung der derzeit noch in Schönwalde untergebrachten Bewohner setzen“, sagte Kreissprecherin Caterina Rönnert.

„Noch ist nicht in allen Fällen geklärt, wo die Frauen, Männer und Kinder ab nächster Woche bleiben“, sagte Gisela Schuster, Leiterin der Wohn-AG der Willkommensinitiative Falkensee. Sie hatte sich am Mittwoch in Schönwalde vor Ort einen Überblick verschafft. Nach ihrer Kenntnis sind etwa 50 Personen betroffen.

„Es ist noch viel zu regeln und wir können aus den Vorgängen lernen für die Räumung des Hauses in Dallgow“, sagte sie.

Von Marlies Schnaibel

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