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Flutlichtanlage kann gebaut werden

Rathenow Flutlichtanlage kann gebaut werden

Abendspiele im Volkssportpark Vogelgesang sind keine Vision mehr. Die Flutlichtanlage kann gebaut werden. Der Haushaltsbeschluss ist gefasst. Das sagte jetzt Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann. In dieser Woche wird nun die Sportförderung für Rathenower Vereine umgeordnet.

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Der Volkssportpark Vogelgesang – bald kann hier unter Flutlicht gespielt werden.

Quelle: Kniebeler

Rahenow. Dem Sieg im Oberligaspiel gegen Tennis Borussia folgt die Erleichterung. Die Flutlichtanlage am Volkssportpark Vogelgesang kann gebaut werden. Damit hat der FSV Optik die Möglichkeit, Abendspiele ins Programm zu nehmen. Nicht nur im Falle eines Aufstieges in die Regionalliga, sondern auch, falls der Verein in der Oberliga bleibt. „Abendspiele unter Flutlicht sind vor allem für Zuschauer viel attraktiver“, sagt ein Vorstandsmitglied des FSV Optik.

Meldung wird bestätigt

Die Nachricht bestätigte am Freitag der Sprecher der Stadt Rathenow, Jörg Zietemann. „Die Flutlichtanlage, die haben wir klar. Sie steht mit einem unserer Überzeugung guten Finanzansatz im Haushaltsplan 2017 drin.“ Der Haushalt ist schon Mitte Februar beschlossen worden und wird derzeit von der Kommunalaufsicht des Kreises geprüft.

Fast noch gescheitert

Fast wäre das Projekt im vergangenen Dezember von der Investitionsliste genommen worden. Die Stadt wollte es nicht weiter verfolgen. Erst nach intensiven Gesprächen, geführt von Minister Christian Görke und Staatssekretär Martin Gorholt sowie Rathenows Ehrenbürger Klaus Eichler (SPD), entschieden sich die Stadtverordneten, 60 000 Euro für das Flutlicht auf der Liste zu lassen. Und auch Rathenows Bürgermeister will es sich nicht nehmen lassen: „Ich habe mich vor sie Stadtverordneten gestellt und die Investition als richtig und notwendig begründet“, sagte er am Freitag.

Viel Geld steht bereit

In den vergangenen Wochen hatten Landes- und Kommunalpolitiker deutlich gemacht, dass die Stadt bei dem Flutlichtprojekt, für das bereits 300 000 Euro aus den Kassen des Landes und des Landkreises bereitstehen, ihren Anteil ebenfalls leisten kann. In diesem Jahr werde die Stadt erhöhte Schlüsselzuweisungen erhalten. Schon das werde reichen, um den Eigenanteil zu zahlen, so Finanzminister Christian Görke (Linke). Dieser Eigenanteil ist höher, als zunächst vermutet. Eigentlich sollte die Stadt nur einen kleineren Betrag selber leisten. Aufgrund verschiedener Vorgaben ist es nun mehr.

Martin Gorholt (SPD) verweist auf die Entlastung der Städte und Gemeinden, die sich durch die jüngsten Beschlüsse im Kreistag ergeben haben. Die Kreisumlage sinkt um 0,5 Punkte. Dazu kommen höhere Schlüsselzuweisungen und weitere Summen, die den Gemeinden direkt zugute kommen sollen.

Nach dem Flutlicht

Ob der FSV Optik in Eigenregie etwas zum Bau der Anlage beisteuert und wie das aussehen kann, sei eine Angelegenheit zwischen Stadt und Verein. Dass sich der FSV Optik einbringen will, ist auch für Trainer und Geschäftsführer Ingo Kahlisch kein Thema. Er ist der Überzeugung, dass der FSV Optik ein interessanter Partner für die Stadt sein kann.

Thema Sportförderung

Kaum war die Flutlichtanlage in trockenen Tüchern, müssen sich die Stadtverordneten nun am Mittwoch erneut mit dem FSV Optik befassen. Diesmal ist das Thema schwieriger. Einerseits wird die Sportförderung neu geordnet. Dazu gehört auch eine Änderung des Pachtvertrages für den Volkssportpark. Hintergrund dieser Finanzentscheidungen, die vorher noch im SVV-Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport zur Debatte stehen, ist auch die Erkenntnis, dass das Finanzamt bei Sportvereinen, die von den Städten Zuschüsse für ein an sie verpachtetes Gelände erhalten, Steuern verlangt. Der Steuerbetrag ist bis dahin von den Städten nicht auf den Zuschuss draufgerechnet worden. Vor einiger Zeit schon mussten sich auch die Nauener Stadtverordneten mit dieser Frage befassen.

Die Stadt habe gute Vorlagen ausgearbeitet, glaubt Jörg Zietemann. Es gehe letztendlich auch nicht darum, dem FSV Optik mehr Geld zu geben. Vielmehr sei Stadtverwaltung und Verein daran gelegen, Probleme einvernehmlich aus dem Weg zu schaffen.

Von Joachim Wilisch

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