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Förderkreis der Marien-Andreas-Kirche ist 20

Rathenow Förderkreis der Marien-Andreas-Kirche ist 20

Mit einer Mitgliederversammlung hat der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow am Donnerstagnachmittag sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Seit seiner Gründung 1996 hat er bislang 1,090 Millionen Euro eingeworben und zum Wiederaufbau des Turmes, der Kreuzgewölbe und des Chorraums beigetragen.

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Der Vorsitzende Heinz-Walter Knackmuß bei seinem Bericht.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Mit einer Mitgliederversammlung hat der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche am Donnerstagnachmittag in der Kirche sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festveranstaltung fiel auf einen Donnerstag, weil der Förderkreis am 15. September 1996 gegründet worden war. In seiner Andacht zu Beginn erinnerte Pfarrer Andreas Buchholz daran, dass seinerzeit Erika Guthjahr und Heinz-Walter Knackmuß die „Zugpferde“ waren, die zusammen mit anderen Mitstreitern davon träumten, die Kirche wieder aufzubauen.

Bei der Gründung des Förderkreises hatte die Kirche noch keinen Turm

Damals habe die Kirche ganz anders ausgesehen, sagte Heinz-Walter Knackmuß, von Anfang an der Vorsitzende des Förderkreises. Die Fenster im Chorraum fehlten, vom Turm war nur der Stumpf geblieben, die Kreuzgewölbe im Mittelschiff und in der Marienkapelle habe es noch nicht gegeben und das Mittelschiff habe nicht die Fenster aus fünf Millimeter dickem Goetheglas gehabt. Bei diesen Abschnitten des Wiederaufbaus hat der Förderkreis mit beträchtlichen Summen zum Eigenanteil der Kirchengemeinde beigetragen.

Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und andere Einnahmen habe der Förderkreis seit seiner Gründung 1 090 810 Euro zusammen bekommen, berichtete Schatzmeister Wolfgang Krüger. Das Erreichen dieser Summe sei für den Förderkreis indes kein Anlass, um auszuruhen. Vielmehr sei das ein Ansporn, um die Aufbauarbeit weiter transparent fortzusetzen. Seine Jahresbilanz für 2015 fiel außergewöhnlich positiv aus, weil es das Jahr der Bundesgartenschau war. Die Einnahmen lagen bei 80 534 Euro, teilte Wolfgang Krüger mit, das seien rund 35 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Gorholt: Das Wahrzeichen hat Glanz und Ausstrahlung zurück

Martin Gorholt (SPD), Bevollmächtigter der Landesregierung Brandenburg beim Bund, sagte, der Förderkreis habe nunmehr 20 Jahre lang das mühsame Geschäft der Spendenakquise betrieben. Dadurch habe das Wahrzeichen Rathenows seinen Glanz und seine Ausstrahlung zurück gewonnen.

Er könne sich noch gut daran erinnern, sagte Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), als am Reformationstag 2001 zum ersten Mal die Glocken im neu errichteten Turm wieder läuteten. Das sei für ihn ein bewegender Moment gewesen. Der Förderkreis habe etwas Großes geleistet. Er habe der Stadt ein wichtiges Stück Kultur und ein gutes Stück Heimat bewahrt.

Voßhoff: Erfolgsgeschichte mit dem Zeug zum Bestseller

Von Andrea Vosshoff (CDU), die jetzt Bundesdatenschutzbeauftragte ist, wurde ein Grußwort verlesen. Sie nannte das Wirken des Förderkreises eine „Erfolgsgeschichte, die das Zeug zum Bestseller hat“ und spendete einen mittleren dreistelligen Betrag für Orgelpfeifen.

Im Anschluss an die Versammlung wurde im Chorraum eine Ausstellung mit Fotos vom Wiederaufbau der Kirche und entsprechenden textlichen Erklärungen eröffnet. Öffentlich gezeigt wird dabei erstmals auch die einzige noch vorhandene kolorierte Postkarte, auf der der Innenraum der Kirche vor ihrer Zerstörung zu sehen ist.

Von Bernd Geske

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