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Havelland Fördermittel für neun Vorhaben in Aussicht
Lokales Havelland Fördermittel für neun Vorhaben in Aussicht
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02:15 12.03.2017
Im Obergeschoss der Kita in Zachow sollen neue Gruppenräum entstehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Der Fußboden im Erdgeschoss der Kita in Retzow muss saniert werden, ebenso Bereiche im Keller und der Zaun. Zudem soll die Zufahrtsstraße erneuert und mit Elementen für die Verkehrserziehung der Kita-Kinder versehen werden. So möchten es die Retzower Gemeindevertreter um Bürgermeister Heinrich Stumpp. Nur war bisher offen, woher die nötigen rund 180 000 Euro kommen sollen.

Jetzt sind die Chancen gestiegen, dass der Wunsch in Erfüllung geht. Denn das Retzower Vorhaben gehört zu den vorausgewählten, die 2017 Fördermittel aus dem Leader-Programm der EU bekommen könnten. Gelingt das, wäre ein Zuschuss von maximal 75 Prozent der Gesamtkosten möglich, sagt Josephine Lenk vom Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe Havelland (LAG).

Im Zuge des mittlerweile vierten Projektauswahlverfahrens in der Region hat die LAG neun Vorhaben aus dem Landkreis Havelland als förderfähig eingestuft. Für diese können die Projektträger nun einen Förderantrag beim Landesamt für Ländliche Entwicklung einreichen. Insgesamt stehen dafür 2 Millionen Euro aus EU-Mittel (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) bereit. „Alle Projekte müssen ein mit dem Land Brandenburg abgestimmtes Auswahlverfahren durchlaufen. Dieses soll sicherstellen, dass jeweils die Vorhaben mit dem höchsten Mehrwert für den ländlichen Raum in den Genuss einer Förderung kommen“, so Josephine Lenk.

Unter den jetzt in die engere Auswahl gekommenen Projekten ist die Vernetzung von touristischen Angeboten in der Reiseregion Havelland, zu der neben dem Landkreis Havelland auch der nördliche Landkreis Potsdam-Mittelmark gehört. Einfach gesagt geht es darum, örtliche Landwirte mit Verantwortlichen aus der Gastronomie, von Hotels und Pensionen zusammen zu bringen. „Der Tourismus soll durch authentische, havelländische Geschmackserlebnisse ausgebaut und regionale Produzenten gestärkt werden“, weiß Josephine Lenk. Geplant sind Kosten von 75000 Euro, davon könnten 80 Prozent gefördert werden.

Hintergrund

Mögliche weitere Förderprojekte:

Gestaltung der Dorfmitte in Bützer

Umbau des Kulturhauses zum Bürgerhaus Premnitz

Zusätzlich Antrag im Rahmen des ländlichen Wegebaus: Ersatzneubau der Brücke über die Dosse bei Rübehorst.

Gleich zwei Fördermaßnahmen sind in Paretz möglich. Zum einen planen zwei Gründer, in einem denkmalgeschützten Hof Wohn-, Arbeits- und Veranstaltungsräume auszubauen. „Die Idee ist, Selbstständigen, die zeitweise in einem attraktiven ländlichen Ort leben möchten, Gemeinschaft, Arbeits- und Wohnmöglichkeiten anzubieten“, so Lenk. Die Förderung beträgt maximal 45 Prozent.

Um das touristische Angebot in Paretz zu vergrößern, plant ein privater Investor einen Neubau, in dem Ferienwohnungen sowie ein Raum für Seminarangebote und Veranstaltungen eingerichtet werden. Die Förderquote beträgt auch maximal 45 Prozent.

Aufgrund des gestiegenen Betreuungsbedarfs muss die Kita in Zachow um 20 neue Plätze erweitert werden. Dafür will die Stadt Ketzin/Havel die zwei bisherigen Wohnungen im Dachgeschoss in Gruppenräume und einen Personalraum mit Sanitäranlagen umwandeln. Ebenso werden das Treppenhaus ausgebaut und eine Fluchttreppe ergänzt sowie die Außenanlagen angepasst. Eingeplant sind Kosten von rund 220 000 Euro, wobei eine 75prozentige Förderung möglich ist.

Das Feuerwehrgebäude in Perwenitz wird einen Anbau erhalten, der der Dorfgemeinschaft und der Feuerwehr gemeinsam zur Verfügung stehen soll. Die Gemeinde Schönwalde-Glien hat dafür Kosten von rund 125 000 Euro ermittelt, 75 Prozent Fördermittel sind möglich. Unabhängig von dem Anbau erfolgt die Modernisierung des Gerätehauses mit Hilfe eines anderen Fördertopfes.

Parallel zu der Entscheidung des Landesamtes für Ländliche Entwicklung über die neun Projekte im vierten Verfahren hat die LAG Havelland bereits das fünfte Projektauswahlverfahren gestartet. Die nächste Frist zum Einreichen von Vorschlägen ist der 31. Mai.

„Insgesamt stehen für den Zeitraum 2014 bis 2020 in der Region Havelland 15 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung. Das ist mehr als ein Drittel weniger, als wir in den Jahren 2007 bis 2013 eingesetzt haben“, sagt die Vorsitzende der LAG Havelland Bärbel Eitner.

Von Jens Wegener

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