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Förderung für Falkenseer Begegnungsstätte

Mehrgenerationenhaus Förderung für Falkenseer Begegnungsstätte

Für viele ist das Falkenseer Mehrgenerationenhaus die einzige Möglichkeit unter Leute zu kommen, Gedanken auszutauschen und gemeinsam zu lachen. Die finanzielle Unterstützung von Bund und Kommune über 40.000 Euro ist eine große Hilfe für die Begegnungsstätte. Viel wichtiger ist jedoch etwas, das man mit Geld nicht kaufen kann.

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Die Handarbeitsbienen Ursula Kallwitz, Petra Hoffmann und Christel Döring haben sichtlich Spaß.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Heiteres Gemurmel und das leise Klappern von Stricknadeln erfüllen den Raum. Alle zwei Wochen treffen sich Petra Hoffmann und ihre Handarbeitsbienen im Falkenseer Mehrgenerationenhaus. „Das machen wir jetzt schon seit es das Mehrgenerationenhaus gibt“, so Hoffmann. Mützen und Socken für Frühchen oder schicke Perlenketten entstehen hier im Akkord. „Aber eigentlich ist das Stricken nur Nebensache. Was viel mehr zählt, ist das Beisammensein und die Geselligkeit unter Frauen“, so Christel Döring, die extra aus Spandau ins Mehrgenerationenhaus kommt. Am Nebentisch bereitet sich die Kartenspieltruppe auf eine neue Partie Rommé vor. „Es geht um das Erzählen und Lachen, den Austausch von Gedanken. Für viele ist das Haus die einzige Möglichkeit unter Leute zu kommen“, sagt Dagmar von Kleist und legt ihren Fächer aus Karten auf den Tisch. „Es müsste noch viel mehr Begegnungsstätten wie diese geben. Dank des vielfältigen Angebots wird es hier nie langweilig“, so von Kleist.

Ehrenamtliche Hilfe

Zahlreiche Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige und Praktikanten gestalten den Alltag im Haus für Senioren, Eltern, Jugendliche und Kleinkinder. „Man muss immer bedenken, dass hier alle Großes leisten und das meist neben dem eigentlichen Beruf. Es ist ein Ort des ganz großen Engagements und der Vernetzung“, so Bettina Hegewald. Umso mehr freut sich die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, dass die Förderung des Projektes auch 2017 weitergeht. Das neue Bundesprogramm soll zunächst bis 2020 laufen und beinhaltet, wie bereits in den vergangenen Jahren, eine Förderung von 30 000 Euro vom Bund, sowie 10 000 Euro von der Kommune für Personal- und Sachkosten.

Praktika und Deutschkurse

In den Gängen des Mehrgenerationenhauses duftet es derweil herrlich nach Essen. Seit vier Wochen machen die 37-jährige Roula Alhalbawi und ihr Mann Alsous aus Syrien ein Praktikum in der Begegnungsstätte. Während Roula gemeinsam mit Chadea, die ebenfalls aus Syrien stammt, für das Essen zuständig ist und Spezialitäten aus ihrer Heimat zubereitet, packt Alsous überall mit an, wo eine helfende Hand gebraucht wird. „Uns gefällt es hier sehr gut, es herrscht eine tolle Atmosphäre. Leider endet unser Praktikum bald, wiederkommen werden wir aber trotzdem“, so Alsous, der mit seiner Familie vor drei Jahren nach Deutschland kam und in Falkensee wohnt. Chadea, die in ihrer Heimatstadt Aleppo Kinder unterrichtete, drückt seit Kurzem wieder die Schulbank. Im Keller des Mehrgenerationenhauses nimmt sie an einem Deutschkurs teil. Immer dabei ihr kleiner Sohn Hamoudi, der mit seinem Lächeln bisher jeden verzaubert hat.

Ehrenamtliche gesucht

Um das Angebot und die Veranstaltungen so vielseitig wie möglich zu gestalten, werden immer helfende Hände und kreative Köpfe gebraucht.

Aktuell werden unter anderem ehrenamtliche Wunschgroßeltern, Lern- und Lesepaten, sowie Seniorenbegleiter gesucht.

Kontakt : (0 33 22) 28 44 25 oder per Mail an bettina.hegewald@asb.de.

Neu im Mehrgenerationen-Team ist Heidrun Buchta aus Dallgow. „Ich war oft hier und habe Spenden abgegeben. Irgendwann kam ich dann mit Ehrenamtlichen ins Gespräch.“ Beeindruckt vom Konzept des Hauses und den vielen Helfern, beschloss auch sie mit anzupacken. „Ich möchte einfach etwas tun, auch neben meinem Beruf. Ich werde das Team um Bettina Hegewald künftig unterstützen, so oft ich kann.“

Von Laura Sander

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