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Havelland Fontane-Tatort im Torhaus
Lokales Havelland Fontane-Tatort im Torhaus
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14:37 16.03.2017
Die Schauspielerin Laurin Singer liest ab dem 23. März aus Fontanes Werk im Rathenower Torhaus vor. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Obwohl Laurin Singer nicht im Havelland, sondern in der Schwäbischen Alb aufgewachsen ist, wurde sie schon in ihrer Kindheit mit Theodor Fontanes Werk vertraut gemacht. Als Tochter einer Germanistin mit Wurzeln im Spreewald und Mecklenburg war der Dichter der Mark in ihrem Elternhaus stets ein Thema. „Besonders gern mochte ich schon damals den Stechlin. Die Verfilmung hat uns als Kinder fasziniert“, sagt Singer. Seit zwei Jahren lebt die Schauspielerin, Autorin und Hospizhelferin nun schon im Westhavelland, jener Region, in der auch Fontane zu Hause war und die er in vielen seiner Werke beschrieb.

Jetzt hat sich die Wahl-Havelländerin mit Fontanes umfangreichsten Werk – „Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ – intensiv beschäftigt, um eine besondere Lesereihe vorzubereiten. Unter dem Titel „Mit Fontane in den märkischen Frühling“ lädt Laurin Singer in Zusammenarbeit mit dem Memento Verein ab dem 23. März zu einer literarischen Reise in das Torhaus auf dem Evangelischen Friedhof am Weinberg ein. Bis zum 18. Mai wird sie an fünf Abenden ausgewählte Texte aus den Wanderungen vorlesen. Dabei möchte sie beim Publikum nicht nur Fontanes Werk in Erinnerung bringen. „Ich habe Auszüge ausgewählt, die auch aus heutiger Sicht spannend sind und ich hoffe, die Gäste zu inspirieren und bei ihnen die Lust zu wecken selbst auf Fontanes Spuren zu wandern“, so Singer.

„Mord und Totschlag zwischen Dosse und Havel“

Das wäre auch ganz im Sinne von Eva Lehmann. Die Vorsitzende des Vereins Memento hatte schon lange die Idee zu einer Fontane-Lesereihe. Ihr Wunsch war es auch, vor allem jene Texte auszuwählen, in denen Orte in der unmittelbaren Umgebung eine Rolle spielen. Da wären zum Beispiel Rheinsberg und Wust, Caputh, der Beetzsee und Paretz und natürlich auch Fontanes Geburtsstadt Neuruppin. Laurin Singer hat sich die Arbeit gemacht, die unterhaltsamsten und spannendsten Geschichten herauszusuchen. Entstanden ist dabei ein Programm, dass neben „heiteren und ernsten Landpartien sogar „Mord und Totschlag zwischen Dosse und Havel“ verspricht.

„Fontane hatte sich damals von den Leuten Geschichten erzählen lassen, darunter waren auch immer wieder mysteriöse Todesfälle, Unglücke und auch Mord. Die Menschen mochten eben schon damals Tatort“, sagt Laurin Singer. Für sie war das Projekt auch eine Wiederentdeckung Fontanes. „Beim Lesen seiner Texte ist mir noch einmal bewusst geworden, dass er sich immer berühren ließ, ob von der Landschaft oder den Geschichten der Menschen. Er muss eine sehr feinfühlige Art gehabt haben, die die Leute zum Reden brachte. Seine Texte berühren, weil er sich selbst berühren ließ“, schwärmt Singer. Das sie als Wahl-Havelländerin nun aus Fontanes Werk vorlesen darf, empfindet sie als eine besondere Ehre. „Es ist eine Art Ritterschlag für mich.

Am 23. März beginnt die literarische Lesereise um 18.30 Uhr im Torhaus. Die Reihe beginnt mit „Heiteren und ernsten Landpartien“. Es folgen weitere Veranstaltungen am 6. und 27. April sowie am 4. und 18. Mai. Karten kosten sechs Euro – oder 25 Euro für alle fünf Termine.

Von Christin Schmidt

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