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Havelland Fotogruppe zeigt neue Frauen-Bilder
Lokales Havelland Fotogruppe zeigt neue Frauen-Bilder
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09:14 13.03.2018
Die Ausstellung der Fotogruppe vereint positive und negative Aspekte zum Thema „Selber Schuld?“. Quelle: Rita Rösike
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Paulinenaue

Leben wir in einem Zeitalter der Chancengleichheit? Was haben Frauen in den vergangenen Jahren bereits alles erreicht? Warum gibt es aber noch immer wenig Frauen in Führungspositionen?

Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Mitglieder der Fotogruppe „Blitzlichtgewitter Paulinenaue“ in den vergangenen Wochen beschäftigt. Ausgehend vom Motto der diesjährigen Brandenburgischen Frauenwoche, „Selber Schuld?“, haben die Hobbyfotografen eine Ausstellung mit elf Motiven erarbeitet, die der provokanten Frage auf den Grund gehen. Die Ausstellung wurde gestern Abend in der Empfangshalle des Jugendhauses Paulinenaue eröffnet.

Landfrauen sind multitaskingfähig – das möchte Johanna Pätzig mit ihrem Bild zum Ausdruck bringen. Quelle: Johanna Pätzig

„Ich war überrascht und fasziniert, wie viele unterschiedliche Ideen dabei entstanden sind“, sagte Johanna Pätzig, Mitglied der Fotogruppe. Sie selbst hat sich mit einem Bild an der Ausstellung beteiligt, dass in ihrem eigenen Haus entstanden ist. „Eines Tages lief ich in unserem Vorbau an den Schuhen vorbei die dort stehen und dachte, dass könnte vielleicht das Motiv sein, dass ich gesucht habe“, sagte sie.

Landfrauen sind multitaskingfähig

Entstanden ist ein Foto, dass eine Reihe von Schuhen zeigt. Absatzschuhe, Gummistiefel und Sportschuhe stehen Seite an Seite. Für die Fotografin symbolisiert das Motiv die Vielseitigkeit der Frauen, die sie auszeichnen würde.

Johanna Pätzig gehört seit 2014 zur Fotogruppe Blitzlichtgewitter. Quelle: Danilo Hafer

„Landfrauen sind multitaskingfähig. Sie helfen im Stall, kümmern sich um die Kinder, machen Sport und tragen auch mal Highheels, wenn es der Anlass erfordert“, so Pätzig. Sie selbst ginge da als gutes Beispiel voran. „Ich bin gelernte Rinderzüchterin, ziehe aber auch hohe Schuhe an“, sagte sie.

Im Vorfeld der Ausstellung haben sich die Mitglieder der Fotogruppe intensiv mit dem Thema der diesjährigen Frauenwoche auseinandergesetzt. Unterstützung erhielten sie dabei von der Kommunikationsdesignerin Simone Ahrend.

Fotogruppe hat sich das Thema in zwei Workshops erarbeitet

In zwei Workshops erarbeitete sie mit den Männern und Frauen verschiedene Wortspiele, es wurden Sprichwörter und Weisheiten diskutiert, erste Bildideen entwickelt. Dann ging es ans Fotografieren. „Das Fotografieren hat dann jeder für sich gemacht, Simone Ahrend hatte uns aber geraten so viele Bilder wie möglich mitzubringen“, so Pätzig. Fast 100 Fotos lagen dann schließlich auf dem Tisch, davon werden elf in der Ausstellung gezeigt. „Viele Fotos versuchen die positiven Seiten des „Selber Schuld“-Mottos zu zeigen, es gibt aber auch negative Bilder“, so Pätzig. Etwa die Aufnahme von Rita Rösike.

Das Motiv zeigt einen Tisch mit mehr oder weniger gefüllten Schnapsgläsern, unterm Tisch liegen hohe Schuhe und inmitten des Gläserchaos auf dem Tisch, ein Schwangerschaftstest. Erklärungen zu den einzelnen Bildern gibt es in der Ausstellung nicht.

Betrachter soll Bilder selbst lesen und interpretieren

Der Betrachter muss sich das Bild vor dem Hintergrund des Mottos der Frauenwoche selbst erarbeiten. „Jeder sollte sich einfach vor die Bilder stellen und sie auf sich wirken lassen. Wahrscheinlich sieht auch jeder Betrachter etwas anderes in den Motiven“, so Pätzig.

Die Fotogruppe besteht seit 2014

Die Fotogruppe Blitzlichtgewitter Paulinenaue existiert nun bereits seit 2014 und trifft sich in der Regel ein bis zweimal im Jahr. „Anfangs waren wir nur Landfrauen, heute haben wir auch männliche Mitglieder“, sagte Pätzig. Die Idee für die Gruppe sei damals einfach aus der Lust am Fotografieren heraus entstanden. Die jüngste Ausstellung wird mit Sicherheit nicht ihr letztes Projekt gewesen sein.

Die kleine Ausstellung ist noch bis Ende April täglich von 8 bis 12 Uhr im Jugendhaus Paulinenaue, Prof.-Mitscherlich-Allee 1, zu sehen.

Von Danilo Hafer

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