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Sonnige Aussichten für das Tanklager-Areal

Neue Fotovoltaik-Pläne im Rathenower Norden Sonnige Aussichten für das Tanklager-Areal

Nach dem Rückzug eines Investors, der auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers in Rathenow-Nord eine Fotovoltaik-Anlage errichten wollte, war lange unklar, was mit dem Grundstück geschehen soll. Nun ist ein neuer Investor gefunden, der die Ursprungsplanung bis zum Sommer umsetzen will.

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Eine große Fahrzeughalle, mehrere Baracken und ein Schornstein wurden abgerissen, um Platz zu schaffen für die Fotovoltaikanlage

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Knapp drei Jahre ist es her, dass auf dem Grundstück zwischen Falkenweg und Semliner Straße richtig Bewegung war. Eine große Fahrzeughalle, mehrere Baracken und ein fast 30 Meter hoher Schornstein wurden von einem Spezialunternehmen abgerissen, um Platz zu schaffen für die Errichtung einer Fotovoltaik-Anlage. Der Abriss geschah im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die einen Teil der 48 Hektar großen Militärliegenschaft an einen Anlagenbetreiber aus dem süddeutschen Raum verpachten wollte. Doch zum Bau der Anlage ist es nie gekommen. Weil die Einspeisevergütung für Solarstrom just in jenem Jahr vom Bund reduziert wurde und außerdem die Untere Naturschutzbehörde diverse Auflagen erteilte, zog sich der Investor entnervt aus dem Projekt zurück.

Neue Firma wagt neuen Versuch

Nun soll ein neuer Versuch gewagt werden. Die Firma Sybac Solar aus der Nähe von Koblenz wird sich an den Ursprungsplänen orientieren und eine Fotovoltaik-Anlage auf dem knapp 12 Hektar großen errichten. Ein entsprechender Pachtvertrag mit der Bima sei geschlossen, sagte Planer Frank Bogisch auf MAZ-Anfrage. Laufe alles nach Plan, werde die Anlage im kommenden Sommer in Betrieb genommen.

Ein Schornstein wurde im Sommer 2013 gesprengt

Ein Schornstein wurde im Sommer 2013 gesprengt.

Quelle: Markus Kniebeler

Dass die Sybac sich an ein Projekt wagt, dass der Vorgänger wegen Unwirtschaftlichkeit aufgegeben hatte, scheint wenig plausibel. Doch Bogisch erklärt, dass sich in den vergangenen drei Jahren auf dem Markt der erneuerbaren Energien einige getan habe. Zwar sei die Einspeisevergütung nicht nach oben korrigiert worden. Aber weil die Bauteile für Solaranlagen erheblich billiger geworden seien, lohne sich heute eine solche Investition wieder.

Auch das zweite Problem, das den Vorinvestor belastet hatte, ist nach Auskunft Bogischs gelöst. Oder besser: es wird noch gelöst. Und zwar im Frühjahr. Dann werden geschütze Eidechsen, die auf der 12 Hektar großen Fläche zuhause sind, von einem Fachmann aufgesammelt und zu einer Ersatzfläche gebracht, die sich im Norden des Gesamtareals befindet. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises habe artenschutzrechtliche Auflagen erteilt, die eingehalten würden. „Sobald die Fläche eidechsenfrei ist, kann mit der Errichtung der Anlage begonnen werden.“ Die Inbetriebnahme werde, wenn alles nach Plan laufe, Ende Juni oder Ende Juli erfolgen, so der Planer.

Vielleicht geht es, was die regenerativen Energien angeht, im Rathenower Norden noch weiter. Die Sübac abe Interesse am Nachbargrundstück gezeigt, das einst als Getreidelager diente. Erste Gespräche mit dem Eigentümer habe es bereits gegeben, so Bogisch. Denkbar sei ein Abriss der nichtm mehr genutzten Hallen. Auf der entstehenden Freifläche, rund 10 Hektar groß, könnten dann auch Fotovoltaik-Module installiert werden.

Bevor es so weit ist, sind nicht nur die Verhandlungen mit dem Eigentümer zu einem Ende zu führen. Auch mit der Stadt und dem Kreis müssen die baurechtlichen Voraussetzungen für so eine Erweiterung geklärt werden. Das soll in den kommenden Wochen geschehen. Egal, wie dieser Prozess ende, die Anlage auf der Kraftfahrerbrache werde in jedem Fall gebaut, so Bogisch.

Von Markus Kniebeler

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