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Fotovoltaikanlage bei Wustermark geplant

Module neben der A 10 Fotovoltaikanlage bei Wustermark geplant

Das Bremer Unternehmen Energiekontor AG beabsichtigt, eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 7,5 Megawatt/Peak westlich von Priort in der Gemeinde Wustermark zu errichten. Meist fließen die Steuereinnahmen allerdings bei solchen Projekten nicht in die Stadt. In diesem Fall soll das anders sein.

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„Nur einen wönzigen Schluck“

Ein ähnlicher Solarpark könnte an der A 10 bei Wustermark entstehen.

Quelle: Robert Grahn

Wustermark. Eine große Fotovoltaikanlage soll auf Teilen der Gemarkung Wustermark und Buchow-Karpzows gebaut werden. Das plant die Energiekontor AG aus Bremen. Dabei werden die Module in einem langen Streifen unmittelbar neben der Autobahn 10 aufgestellt. Vorausgesetzt, die Wustermarker Gemeindevertreter fassen am 1. Dezember den Aufstellungsbeschluss zu dem entsprechenden Bebauungsplan.

Während das Projekt im Ortsbeirat von Buchow-Karpzow befürwortet wurde, hatten die Mitglieder des Wustermarker Ortsbeirates am Donnerstagabend noch „zu viele offene Fragen“, wie es Ortsvorsteher Roland Mende (CDU) ausdrückte, um Ja sagen zu können. „Ich bin nicht gegen Fotovoltaik. Mich stört nur, dass bei uns Windräder und solche Module aufgestellt werden und die Steuereinnahmen dann meistens woanders hinfließen“, so Roland Mende.

Doch diesbezüglich kann der potenzielle Investor die Wustermarker beruhigen: „70 Prozent der Gewerbesteuer bleiben in der Gemeinde, in der die Anlage steht, 30 Prozent gehen in dorthin, wo der Firmensitz des Investors ist“, sagt Lasse Kollette von der Energiekontor AG. Um alle Fragen der Wustermarker zu klären, werde ein Firmenvertreter am kommenden Dienstag in der Bauausschusssitzung (18.30 Uhr im Rathaus) anwesend sein.

Klar ist, das Vorhabengebiet liegt im Außenbereich und wird bisher als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Deshalb muss der Flächennutzungsplan der Gemeinde geändert und ein Sondergebiet „Fotovoltaik“ ausgewiesen werden. Alle damit im Zusammenhang stehenden Kosten übernimmt die Energiekontor AG, auch für das Bebauungsplanverfahren und die Erschließung des 15 Hektar großen Areals.

Die Anlage an der Autobahn soll eine Leistung von 7,5 Megawatt/Peak haben und 7500 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit könnten, so Energiekontor, etwa 3000 Haushalte jährlich versorgt werden. Eingespeist ins Netz würde der Strom in dem etwa 7,7 Kilometer entfernten Umspannwerk Ketzin. Die aufzustellenden Module würden maximal 80 Zentimeter über dem Boden stehen. Die Anlage werde nach der vereinbarten Nutzungszeit entweder vom Betreiber komplett zurückgebaut oder von den Grundstückseigentümern übernommen, so Energiekontor.

Das Gelände an der Autobahn ist für Investoren interessant, weil der Gesetzgeber Streifen von 110 Metern entlang von Eisenbahnen und Autobahnen zur Förderung von Solarenergie ausgewiesen hat. Die Energiekontor AG stellt in Aussicht, dass betroffene Grundstückseigentümer fünf Prozent von ihren Pachteinnahmen für soziale Einrichtungen in der Gemeinde Wustermark zur Verfügung stellen wollen.

Von Jens Wegener

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