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Havelland Frau Vogel hat alle Tassen im Schrank
Lokales Havelland Frau Vogel hat alle Tassen im Schrank
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17:33 18.03.2016
Gabriele Vogel in Garlitz hat eine Leidenschaft. Sie sammelt Mokkatassen. Quelle: fotos: norbert stein
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Garlitz

Kaffee trinkt Gabriele Vogel gerne. Morgens, um für den Tag so richtig in Schwung zu kommen. Wenn sich Zeit und Gelegenheit bietet, darf es auch am Nachmittag eine Tasse Kaffee sein im Hause Vogel in der Mützlitzer Straße in Garlitz und gerne auch in einer gemütlichen Runde mit Freunden und Bekannten.

Mokka trinkt Gabriele Vogel allerdings nicht. „Geschmäcker sind eben verschieden“, erklärt sie. Sie kann dem in kleinen Tassen servierten dunklen Getränk nichts abringen. Ist die Angelegenheit von jedem selber, könnte man sagen. Stimmt. Doch etwas verwundern kann es schon, dass die Frau keinen Mokka trinkt. Warum, ist einfach erklärt: Weil Gabriele Vogel nämlich alte Mokkatassen sammelt. Damit begonnen hat sie damit vor etwa 30 Jahren. Aus einem Nachlass bekam sie damals acht Mokkatassen geschenkt und seither sammelt sie.

Viele Tassen stehen im Regal. Quelle: Stein

„Ich finde Mokkatassen einfach schön“, sagt Gabriele Vogel zu ihrer Sammelleidenschaft, bei der sie aber schon Auswahl walten lässt. Mokkatassen mit Stadtwappen zum Beispiel, wie sie fast überall an Souvenirständen gibt, haben bei ihr keine Chance in die Ausstellungsvitirne gestellt zu werden. Ihre Mokkatassen sollen verziert sein, ein gewisses Alter haben, gestempelt sein oder besondere Zeichen haben, am liebsten mit Meißner Schwertern. 210 solcher Mokkatassen hat sie mittlerweile gesammelt.

30 bis 50 Euro pro Tasse

Bezahlt hat sie für die meisten Einzelstücke zwischen 30 und 50 Euro. Außergewöhnliches hat natürlich einen höheren Preis. Mokkatassen haben je nach Modell ein Fassungsvermögen von 60 bis 90 Milliliter. Eine gewöhnliche Kaffeetasse fasst hingegen etwa 120 Milliliter.

Gabriele Vogel findet ihre Sammelstücke von 10 bis 12 Zentimetern Durchmesser und einer Höhe zwischen sechs und sieben Zentimetern auf Märkten und in letzter Zeit zunehmend im Internet. Geschenkte Tassen sind auch in der Sammlung. Um den Hersteller, das Alter und gemalte Details der Sammelstücke herauszufinden, hat sich Gabriele Voigt spezielle Mokkatassenbücher und andere Fachliteratur zugelegt.

Älteste Tasse von 1830

Einmal sind ihr 20 Tassen kaputt gegangen. „Das war schlimm“, blickt sie zurück auf eine Sammlertragik vor ein paar Jahren. Das ältestes Tässchen in ihrer Sammlung ist aus dem Jahr 1830.

Für Gabriele Vogel persönlich das schönste Stück in der Sammlung ist eine ballonförmige Tasse auf Porzellanfüßen, mit Goldverzierung und einer gemalten Rose. Gästen zeigt sie gerne ihre Sammlung. Mokka getrunken wird im Hause Vogel aber aus keiner der Tassen. Da wird auch für Gäste keine Ausnahme gemacht.

Von Norbert Stein

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