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Havelland Frau schlägt mit Gehhilfe auf Polizisten ein
Lokales Havelland Frau schlägt mit Gehhilfe auf Polizisten ein
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17:52 26.11.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
Rathenow

Für die Polizisten, die am Samstagabend im Rathenower Schwanenweg eine schwer betrunkene Frau ruhigstellen mussten, war es alles andere als ein normaler Wochenendeinsatz. Mit Trunkenbolden bekommen es die Ordnungshüter an Wochenenden immer wieder mal zu tun. Doch was sich jetzt ereignete, verdiente im Bericht der Polizeidirektion besondere Erwähnung.

Frau drohte, Nachbarn mit Machete zu erschlagen

Bis Samstag gegen 21.45 Uhr war es zunächst friedlich im Schwanenweg. Ein Pärchen, so schreibt die Polizei in ihrem Wochenendbericht, habe beieinandergesessen und zunächst getrunken. Die 53-jährige, stark alkoholisierte, Frau rief dann die Polizei, weil sie ihren Trinkgenossen, einen Nachbarn, verdächtigte, ihr Handy entwendet zu haben. Über das fehlende Mobiltelefon kam es zum Streit zwischen den beiden und die Frau sperrte den Mann erst einmal ein, bis die Polizei eintraf.

Die Polizisten durchsuchten daraufhin den Mann nach dem Telefon, konnten aber nichts bei ihm entdecken und verließen das Grundstück wieder. Mit dem Ergebnis war die betrunkene Frau nicht einverstanden, und meldete sich nach Abrücken der Beamten beim Polizeinotruf. Hier soll sie angedroht haben, den Nachbarn mit einer Machete zu erschlagen. Also rückten die Polizeibeamten erneut in den Schwanenweg aus. Gegenüber den Polizisten drohte sie erneut, sie werde den vermeintlichen Dieb erschlagen.

Auseinandersetzung ging in der Rettungsstelle weiter

Um das zu verhindern, nahmen die Polizisten die Frau mit. Geplant war, sie zur Ausnüchterung in Gewahrsam zu halten. Die Frau benötigte eine Gehhilfe. Darum fuhren die Polizeibeamten mit der Frau zu einem Arzt, der feststellen sollte, ob die Dame tauglich für die Zelle ist.

Auf der Rettungsstelle ging die Auseinandersetzung mit der Polizei weiter. Ein Polizist gab an, die Frau habe ihn mit der Gehhilfe geschlagen. Sie wurde in eine Zelle eingeliefert und pustete sich auf 2,5 Promille. Nun kommen auf die Frau Ermittlungsverfahren wegen Nötigung, Gefährlicher Körperverletzung, Notrufmissbrauch und Störung des öffentlichen Friedens zu.

Von Joachim Wilisch

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