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Havelland Freie Fahrt nach Steckelsdorf
Lokales Havelland Freie Fahrt nach Steckelsdorf
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18:28 21.06.2017
Steckelsdorfer Einwohner protestieren auf dem Kreisel. Quelle: Kniebeler, Markus
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Steckelsdorf

Es hätte ein ziemlich unangenehmer Abend werden können für die Projektplaner des Landkreises Havelland, die den Umbau des Kreisverkehrs in Rathenow West auf der Tagesordnung hatten. Bei einer Einwohnerversammlung am Mittwoch stellten sie vor, was am Kreisel geschehen soll.

Am Nachmittag war es raus

Die gute Nachricht machte bereits am Nachmittag die Runde, als die Sprecherin des Kreises, Caterina Rönnert, im Auftrag von Landrat Roger Lewandowski (CDU) mitteilte, der Kreisfahrt werde während der gesamten Bauphase in Richtung Steckelsdorf offen sein. „Der Landkreis hat sich im Rahmen der Instandsetzung des Kreisverkehres in Rathenow-West mit dem beauftragten Bauunternehmen darauf verständigt, den Kreisverkehr nicht vollzusperren“, verkündete Caterina Rönnert.

Knoten durchschlagen

Damit war der gordische Knoten durchschlagen, noch bevor der Steckelsdorfer Ortsvorsteher am Abend die Einwohnerversammlung eröffnete. „Ich bin zunächst froh, dass eine Lösung gefunden wurde“, sagte er am Mittwochnachmittag. „Zunächst mussten wir in Steckelsdorf ja das Gefühl haben, dass man uns nicht ernst nimmt. Aber das zeigt, es war richtig die Unterschriften zu sammeln.“

Über 2000 Unterschriften

Über 2000 Rathenower aus Steckelsdorf und dem Westen der Kreisstadt hatten unterschrieben. Eine Vollsperrung des Kreisverkehres, der grundlegend saniert werden muss, wäre für den Ortsteil Steckelsdorf zum Problem geworden. Einige Betriebe leben hier von Touristen, unter anderem ein bekanntes Eiscafé und ein Campingplatz. Den sehr weiten Umweg hätte niemand auf sich genommen.

Der Kommentar des Landrats

Landrat Roger Lewandowski betonte am Mittwoch: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Bauunternehmen im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner eine Lösung gefunden haben, die den Verkehr von und nach Steckelsdorf während der Straßenbauarbeiten gewährleistet.“

Und so soll es gehen

Möglich macht den Verzicht auf eine Vollsperrung eine andere Oberflächentechnologie, auf die sich der Landkreis mit dem beauftragten Baubetrieb nach intensiven Gesprächen verständigt hat. Geplant ist nunmehr, den Kreisverkehr bis auf die Tragschicht abzufräsen und in zwei Abschnitte zu trennen. Der jeweils nicht in Bearbeitung befindliche Teil soll mittels Ampelsteuerung von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnent, dem Rettungsdienst und Havelbus befahrbar sein.

Geplant sei, so hieß es am Mittwoch beim Landkreis, die Deck- und Binderschicht im Kreisverkehr und auf der Kreisstraße 6330 zu erneuern, neue Borde im Innenring einzusetzen sowie die Straßenabläufe zu erneuern.

Dafür wird neben der Ampelregelung am Kreisverkehr die Kreisstraße 6330 vom Ortsausgang Rathenow West bis zur Einmündung „Am Reitplatz“ in Buckow voll gesperrt. Die Umleitungsstrecke führt über die Landesstraßen 96, 97 und die Bundesstraße 188.

Vier Wochen Bauzeit

Die Bauzeit, das erfuhren die Einwohner am Mittwoch auf der Versammlung wird sich vom 20. Juli bis 25. August erstrecken. „Aufgrund einer anderen Oberflächenversiegelung mit Gussasphalt und der Teilsperrung verlängert sich die Baumaßnahme am Kreisverkehr auf mindestens vier Wochen“, sagte dazu Kreisbaudezernent Jürgen Goulbier (FDP).

Daniel Golze, Stadtverordneter der Linken in Rathenow hat derweil Akteneinsicht in die Vorgänge gefordert. Er vermutet, die Pläne zum Umbau seien schon vor einigen Monaten im Gespräch gewesen. Mithin hätte man die Einwohner früher einbeziehen können.

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Von Joachim Wilisch

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