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Freiheitsoper begeisterte 800 Zuschauer

Verdis „Nabucco“ unter freiem Himmel in Nauen Freiheitsoper begeisterte 800 Zuschauer

Die weltberühmte Verdi-Oper wurde 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt. In Nauen entfaltete „Nabucco“ seine Glut unter freiem Himmel im Herzen der historischen Altstadt. 800 Besucher kamen am Sonnabend auf den Martin-Luther-Platz, um die Inszenierung der Prager Festspieloper mit großem Orchester und beeindruckenden Stimmen zu erleben.

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Nabucco: 1842 wurde die Oper in Mailand uraufgeführt. Am Sonnabend war sie in Nauen zu erleben.

Quelle: Annett Lahn

Nauen. Weltberühmt ist Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“. Vor allem diese bekannte Melodie über den Freiheitswillens – auch als heimliche Hymne der Italiener bekannt – lockte am Sonnabend 800 Besucher zum Klassik-Open-Air auf den Nauener Martin-Luther-Platz.

Schon eine Stunde, bevor die wohl bekannteste Oper des Komponisten Giuseppe Verdi ihre Glut unter dem freien Himmel im Herzen der Nauener Altstadt entfalten konnte, bildete sich eine lange Schlange in der Mittelstraße. Um in der historischen Kulisse zwischen der spätgotischen St. Jacobi-Kirche und der Käthe-Kollwitz-Grundschule einen möglichst guten Platz zu erhaschen, scheuten die Zuschauer keine Mühen. Als die Festspieloper Prag unter der musikalischen Leitung von Martin Doubravsky begonnen hatte, das musikalische und theatralische Freilufttheater zwischen den Backsteinmauern und Fachwerkfassaden in Szene zu setzen, waren nur noch einzelne Stühle auf dem große Platz unbesetzt.

Szene aus der Aufführung in Najuen

Szene aus der Aufführung in Najuen.

Quelle: Annett Lahn

Erwin Stephan und seine Frau hatten einen wunderbaren Sitzplatz ausgewählt. Sie saßen zwischen den Sängern auf der Bühne und dem im Zelt daneben musizierenden Orchester. Das Nauener Ehepaar genoss nach vorn den Blick auf die prächtigen Kostüme und konnten der Opernhandlung von der Eroberung Jerusalems und der Wegführung des jüdischen Volkes in die babylonischen Gefangenschaft folgen. Mit einem Seitenblick sahen sie Martin Doubravsky dirigierte und noch weiter links konnten sie die einzelnen Mitglieder des 30-köpfigen Orchesters bewundern. Begeistert über diesen vielschichtigen intensiven Anblick am Dreh- und Angelpunkt der Aufführung sagte Erwin Stephan: „Solche Abende könnte es in Nauen noch öfter geben.“
Wer in den ersten Reihen saß, hatte vor allem die 40 Bühnenkünstler im Visier. Sie bewegten sich voller Pathos durch das einfache Bühnenbild. Andrij Shkurhan gab den Nabucco. Der Gesang und das Schauspiel mit stolz geschwellter Brust dominierten.

Stimmungsvoll ging es an der St

Stimmungsvoll ging es an der St. Jacobi-Kirche zu.

Quelle: Annett Lahn

Die Meinungen des Publikums waren durchweg positiv. Noch bevor der heiß ersehnte Gefangenenchor im dritten Akt nach der Pause auf der Bühne stand, sagte Rosemarie Kümpel aus Elstal, die mit ihrem Mann Karl-Heinz den Opernabend genoss: „Die Stimmen sind großartig und harmonieren großartig mit dem Orchester. Die Kulisse unter freiem Himmel gefällt uns auch sehr.“ Begeistert zeigte sich auch Marlies Holz aus Berlin-Lichtenrade, die mit Freundin Monika Schramm einen Ausflug nach Nauen unternommen hatte. Die Frau sagte: „Es ist ganz fantastisch. Ich liebe Oper und klassische Musik. Wir waren noch nie in Nauen und haben Aufführung im Internet entdeckt.“ Aus Berlin kam auch Alfred Neumann. Knapp sagte er: „Tolle Stimmen, tolle Inszenierung und prachtvolle Kostüme.“

Hannelore Filter aus Dallgow, die sich für den Opernabend auch in eine glanzvolle Kleidung gehüllt hatte, war sehr beeindruckt vom präzisen Zusammenspiel von Orchester und Sängern. Sie meinte: „Das ist synchron. Verdi hätte den Abend sehr genossen.“ Das der Opernbesuch eine gewisse Vorbereitung brauchte, bestätigten alle in Nauen versammelten Klassikfans. So sagte Ulrike Senzke aus Spandau, dass sie vorher die Handlung im Internet gelesen hatte. Sonst könne man der auf dem Alten Testament beruhenden Handlung nicht folgen.
An die nächste Oper dachte die Nauener Kulturbüro-Chefin Jana Müller bereits, als die Bühne am späten Abend eilig abgebaut wurde. Ohne Einzelheiten zu nennen, sagte Jana Müller: „Die Zauberflöte von Mozart wäre mein Wunsch.“

Von Annett Lahn

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