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Friedhofsgebühren sollen sinken

Ketzin/Havel Friedhofsgebühren sollen sinken

Geringere Betriebskosten bei den kommunalen Friedhöfen Tremmen, Zachow und Ketzin führen dazu, dass laut neuer Kalkulation niedrigere Gebühren für Grabstätten gezahlt werden müssen als in diesem Jahr. Aber es besteht ein Investitionsstau bei den Feierhallen.

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Für die meisten Grabstätten auf dem Friedhof Ketzin sollen ab 2018 die Gebühren gesenkt werden.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Mit einer drastischen Senkung der Friedhofsgebühren können die Ketziner ab 2018 rechnen. Bei vielen Grabstätten halbieren sich die Preise.

Die Kostenkalkulation für die kommunalen Friedhöfe in Tremmen, Zachow und Ketzin für die Jahre 2015 und 2016 habe ergeben, dass die Einnahmen aus Gebühren die Ausgaben für die Bewirtschaftung der Anlagen decken. Immer vorausgesetzt, so Krain Kratzius von der Stadtverwaltung, dass Kosten und Anzahl der Grabarten konstant bleiben. „Mitentscheidend ist dabei die Zahl der Sterbefälle“, ergänzt sie. Auch auf Friedhöfen gelten wirtschaftliche Aspekte und Gesetze. Wenn eine Bestattungsform oder Grabart mehr genutzt wird, wird es finanziell günstiger.

Ausschlaggebend für die bevorstehende Gebührensenkung, schätzt Bürgermeister Bernd Lück ein, sei der Sparkurs auf den Friedhöfen gewesen. „Wir als Kommune haben dort kaum etwas investiert. Aber besonders an den Feierhallen muss zeitnah etwas getan werden. Und: Es gab viele ehrenamtliche Helfer, die beim Entsorgen von Abfällen oder bei der Pflege der Anlagen geholfen und so den Bauhof entlastet haben.“ Ob das in den kommenden Jahren auch noch der Fall sein wird, könne heute niemand vorhersagen. Alle zwei Jahre müssen die Friedhofsgebühren neu kalkuliert werden.

Einige der neu vorgesehenen Gebühren zeigen, wie sich die Einsparungen bei den Bewirtschaftungskosten ausgewirkt haben: So kostet eine Reihengrabstätte künftig 787 statt 1498 Euro, für eine Doppelgrabstätte sind 1924 statt 3662 Euro fällig, bei einer Wahlgrabstätte fallen 787 statt 1498 Euro an und bei einer Urnenwahlgrabstätte 223 statt 426 Euro. Für eine teilanonyme Erdgrabstätte sind 1202 statt 1913 Euro zu zahlen, neu hinzu kommt die Möglichkeit einer teilanonymen Partnerschaftsgrabstätte. Die kostet dann 516 Euro.

Nur in einem Fall würde es laut vorliegendem Satzungsentwurf ab 2018 für Hinterbliebene teurer – es betrifft die Urnengemeinschaftsanlage. 1948 Euro, statt bisher 758 Euro, sind dann fällig. „Es haben sich bisher sehr wenige für diese Bestattungsform entschieden“, erklärte Karin Kratzius im Finanzausschuss. Das könne sich aber von Jahr zu Jahr ändern, denn die Leute würden natürlich aufs Geld achten und danach die Bestattungsformen wählen.

Über das große Gefälle bei den Friedhofsgebühren in so einem kurzen Zeitraum – die Stadtverordneten hatten diese erst im Mai 2016 erhöht – ärgerte sich Grünen-Abgeordnete Gabriele Bieber-Langenströher: „Nicht dass wir für 2019 wieder alles erhöhen müssen. Das versteht doch kein Bürger.“ Deshalb regte sie an, eine Investitionsrücklage für Friedhöfe zu bilden, um die Gebühren konstanter zu halten.

Von Jens Wegener

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