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Friedrichstraße: Schäden werden behoben

Verhandlungen haben sich gelohnt Friedrichstraße: Schäden werden behoben

Nach monatelangen Tauziehen werden die Bauschäden am Landwirtschaftsweg Friedrichstraße in Spaatz behoben. Es wurde eine einvernehmliche Lösung erzielt. Die Friedrichstraße kostete nach der Sanierung 2015 nicht nur 200 000 Euro mehr als geplant, schnell traten auch erste Schäden auf.

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Die Friedrichstraße in Hohennauen ist noch immer gesperrt.

Quelle: Norbert Stein

Spaatz. Nach monatelangem Tauziehen werden die Bauschäden am Landwirtschaftsweg Friedrichstraße behoben. „Wir haben eine einvernehmliche Lösung erzielt“, erklärte der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann den Abgeordneten der Gemeinde Havelaue. „Wenn in der Verwaltung nicht striktes Alkoholverbot bestehen würde, hätten wir die Sektkorken knallen lassen“, setzte er sichtlich erleichtert hinzu. Die Baufirma wird die Friedrichstraße reparieren und dafür die Kosten tragen.

Kosten stiegen um 200 000 Euro

Der Landwirtschaftsweg durchquert auf einer Länge von 1,8 Kilometer das Feuchtgebiet der Großen Grabenniederung in der Gemarkung Spaatz-Hohennauen. Genutzt wird der Weg vor allem von Landwirten, ist aber für den überregionalen Fahrradtourismus bedeutsam. 2013 beschädigte das Juni-Hochwasser den Weg stark. Im Frühjahr 2015 wurde der Weg mit neuen Verbundpflaster repariert. Das Land gab dafür Fördermittel aus einem Sonderfonds zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Die Bauarbeiten waren schwierig, die Kosten stiegen. Bei der Verkehrsfreigabe im Mai 2014 standen 755 000 Euro zu Buche, rund 200 000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Bereits drei Monate nach Verkehrsfreigabe wackelten die Pflastersteine. Die Friedrichstraße wurde für den Verkehr gesperrt.

Zuerst nur eine Notreparatur

Die kaputten Pflastersteine wurden von der Baufirma zwar ausgewechselt und verdichtet. Das die Schäden damit dauerhaft beseitigt sind, zweifelte das Amt Rhinow jedoch an und gab ein Gutachten in Auftrag. Vertreter der Baufirma hatten angegeben, der Baugrund und die Grundwasserverhältnisse seien Ursache für den Schaden. „Im Ergebnis unserer Prüfung wurde festgestellt, dass diese Begründung als Schadensursache ausgeschlossen wird“, so die Rhinower Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke.

Gutachten zählt viele Mängel auf

Das Gutachten beinhaltet aber zahlreiche Hinweise zu maßgeblichen Mängeln bei der Bauausführung. Zum Beispiel eine unzureichende Verdichtung der Schottertragschicht im Bereich der Fahrspuren und des Banketts. Wenn der Verkehr stärker ist, sackt der Pflasterbelag samt Seitenstreifen ab. Zudem fließt Niederschlagswasser schlecht ab, weil die Schichten zu Wenig Wasser druchlassen. Und dort, wo sich die Platten bereits verschoben haben, trägt die Straße den Verkehr nicht.

Sanierung nun bis September

Die Baufirma hat nun eingelenkt. Sie wird die Schäden auf ihre Kosten beheben. Das Verbundpflaster wird aufgenommen, das Bettungsamterial ausgewechselt und die oberere Tragschicht nachgearbeitet. Für die Reparatur hat das Amt Rhinow dem Unternehmen den Zeitraum Juni bis August vorgegeben. „ Spätestens zur Maisernte im September müssen wird Landwirte die Friedrichstraße wieder nutzen können“, sagt Peter Wilke, Abteilungsleiter der Agrargenossenschaft Hohennauen. Wann die Baufirma mit der Reparatur beginnt, steht noch nicht fest. „Wir sind noch im Gespräch, drängen aber auf einen Beginn noch im Juni“, sagt die Bauamtsleiterin.

Von Norbert Stein

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