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Friesack Einschulung: Für acht Kinder kein Platz
Lokales Havelland Friesack Einschulung: Für acht Kinder kein Platz
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19:16 28.05.2018
Kinder der Paulinenauer Grundschule in der Hofpause. Quelle: Tanja M. Marotzke
Paulinenaue

Zahlreiche Eltern, die zum kommenden Schuljahr ihre Kinder in die Karibu-Grundaschulke in Paulinenaue einschulen lassen sollen, sind verärgert. Denn es werden nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können. Platz ist nur für eine erste Klasse mit 25 Plätzen, doch es liegen 33 Anmeldungen vor.

Dies bedeutet, dass acht Kinder woanders eingeschult werden müssen, beispielsweise in der Kooperationsschule in Friesack, wo noch Platz ist. Bis zum 31. Mai soll die Entscheidung fallen, welche Kinder nicht nach Paulinenaue können.

Eltern sind ungehalten

Ungehalten angesichts der Situation ist auch Sandra Roß, die stellvertretend für die Pessiner Kita-Kinder spricht, die jetzt eingeschult werden. Sie wirft der Amtsverwaltung vor, dass sie die Situation schon lange vorher hätte erkennen und für weitere Kapazitäten sorgen müssen.

Stattdessen habe sie jetzt nur den Eltern über die Schulleitung mitteilen lassen, „dass die Kapazitäten nicht ausreichen und den Kindern der angrenzenden Orte eine andere, ihnen völlig fremde Schule zugewiesen werden soll. Dies hat auch einen erheblich weiteren Fahrtweg zur Folge“, sagt sie.

Pessiner Kita kooperiert schon lange mit der Grundschule

„Wir sind zutiefst schockiert und verärgert über dieses Handeln. Das Kindeswohl rückt hier in den Hintergrund“, sagt sie weiter. Selbst in der Vorschulzeit sei die Karibu-Grundschule für die Pessiner zuständig. Die Kita dort arbeite schon viele Jahre eng mit der Schule zusammen, organisiert Schnuppertage und auch der zukünftige Klassenlehrer beziehungsweise die Klassenlehrerin stellt sich vor. Dies sei in diesem Jahr auch schon geschehen.

Kritisiert wurde in dem Zusammenhang unter anderem Amtsdirektor Christian Pust. Der sieht aber derzeit keine Möglichkeit, kurzfristig eine Lösung anzubieten, um mehr Platz zu schaffen. „Wir müssten einen der beiden Horträume opfern.“ Dann hätte man dort aber nur noch 37 statt 60 Plätze und damit eine deutlich verringerte Kapazität. „Damit könnten wir den Betreuungsanspruch nicht mehr ansatzweise erfüllen“, so Pust.

18 Kinder aus Paulinenaue

Die Situation stellt sich jetzt so dar, dass 18 einzuschulende Kinder aus Paulinenaue kommen, deren Platz gesetzt ist nach Absprache zwischen Schulleitung und Amt. Von den übrigen 15 Kindern kommen sieben aus Pessin, vier aus Retzow und vier aus Wiesenaue und Mühlenberge.

Die Entscheidung, welche Kinder ebenfalls in Paulinenaue einen Platz bekommen und welche nicht, soll jetzt nach Absprache mit dem Schulamt die Schulleitung vornehmen, sagt Pust. „Wenn danach Widersprüche gegen den Bescheid eingehen, dann entscheidet aber das Staatliche Schulamt darüber“, so der Amtsdirektor.

Schule ist überwiegend einzügig

Derzeit lernen an der Karibu-Grundschule 134 Mädchen und Jungen. Die Einrichtung ist einzügig bis auf die Klassenstufe vier, in der es zwei Klassen gibt – mit 15 und mit 16 Schülern. Da für die Zukunft absehbar ist, dass mehr Kinder als bisher eingeschult werden, hatte die Verwaltung im Februar einen Vorschlag dazu eingereicht, wie weitere Kapazitäten geschaffen werden könnten. Allerdings käme dies frühestens im nächsten Jahr zum Tragen.

So wäre der Neubau einer Gebäudezeile aus fünf Modulen an der Turnhalle denkbar, aber auch ein Verbindungsbau zwischen den beiden Schulgebäuden am nördlichen Rand des Geländes. Für die Gemeinde Paulinenaue als Schulträger dürfte dies aber finanziell ein großer Kraftakt sein, ohne Förderung geht gar nichts. Allein die notwendigen Sanierungsarbeiten am vorhandenen Schulgebäudes dürfte laut Verwaltung mehrere 100 000 Euro kosten. „Und damit hätte man noch nicht einen einzigen Platz geschaffen“, so Pust.

Von Andreas Kaatz

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