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Friesack Friedhof wird demnächst neu gestaltet
Lokales Havelland Friesack Friedhof wird demnächst neu gestaltet
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01:16 16.09.2018
Anfangs waren nur kosmetische Verbesserungen geplant, doch dann entschied man sich für eine Umgestaltung. Quelle: Tanja M. Marotzke
Pessin

Der schlechte Zustand des Pessiner Friedhofes ist schon seit Längerem Gesprächsthema im Dorf. Unordentlich sei er, hieß es immer wieder. Deshalb hatte die Gemeindevertretung unlängst eine Planung in Auftrag gegeben und in den Haushalt für dieses Jahr eine Summe von 114 000 Euro eingestellt – allerdings mit einem Sperrvermerk.

In ihrer jüngsten Sitzung nun haben die Gemeindevertreter diesen Sperrvermerk aufgehoben. Wie Amtsdirektor Christian Pust sagt, würde dies aber nicht bedeuten, dass umgehend die Ausschreibung in die Wege geleitet werden kann. „Man kann jetzt lediglich die Fällung von Bäumen beauftragen, da diese Arbeiten nur außerhalb der Vegetationsperiode erfolgen dürfen“, sagt er.

Finanzierung muss sichergestellt werden

Ansonsten müsse erst die Finanzierung sichergestellt werden. Denn im Zuge der weiteren Planung hat sich kürzlich ergeben, dass die Kostenschätzung für die Neugestaltung des Friedhofes nach oben korrigiert werden muss. Sie liegt jetzt bei 138 000 Euro – unter anderem auch deshalb, weil man sich dafür entschieden hat, eine Trockentoilette zu errichten. Die ist vor allem für die Teilnehmer an Beerdigungen gedacht. „Bis zum Nachtragshaushalt 2018 oder zum Haushalt 2019 muss nun die endgültige Finanzierung geklärt werden“, so der Amtsdirektor.

Offen ist auch noch, wie sich die Neugestaltung des Friedhofs auf die Friedhofsgebühren auswirken wird, in welcher Höhe diese künftig liegen.

Pflege auf 450-Euro-Basis

Darüber hinaus hing der Sperrvermerk im Haushalt insbesondere damit zusammen, dass nicht klar war, wie viel die Gemeinde im Jahr ausgeben muss, um den Friedhof in Ordnung zu halten. Nunmehr geht man davon aus, dass zu diesem Zweck eine geringfügig beschäftigte Person auf 450 Euro-Basis eingestellt werden müsste.

Pessins Bürgermeister Christian Meyer kann es gar nicht erwarten, dass mit den Arbeiten zur Umgestaltung begonnen wird. „Dann wird er mindestens für die nächsten 40 Jahre wieder schön aussehen“, meint er. „Wir haben den Friedhof zuletzt vernachlässigt, es gab viel Wildwuchs.“

Kriegsgräberstätte wird auch neu gestaltet

So ist unter anderem geplant, das Wegesystem neu zu ordnen und in dem Zuge einen Rundweg anzulegen. Die Kriegsgräberstätte soll ebenfalls neu gestaltet und die Fichtenhecke durch eine Hainbuchenhecke ersetzt werden. Zudem werden die Wasserstellen vernünftig angelegt und die Parkplätze befestigt.

Von Andreas Kaatz

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