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Friesack Tanz und Gesang beim Fliederfest
Lokales Havelland Friesack Tanz und Gesang beim Fliederfest
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00:35 30.05.2018
Die kleinen Fliedertänzerinnen werden vom Publikum begrüßt. Quelle: Andreas Kaatz
Friesack

Der Flieder ist zwar schon verblüht, aber das störte die Friesacker gar nicht. Am Sonnabend feierten sie mit vielen Gästen auf der Freilichtbühne ihr 121. Fliederfest. Den Startschuss gaben Bürgermeister Klaus Gottschalk und die Fliederkönigin Josephin Maltzahn, die erneut sicher und gut gelaunt durchs Programm führte. Da von der eigentlichen Kandidatin kurzfristig eine Absage gekommen war, hatte sich die 40-Jährige bereit erklärt, den königlichen Job noch für ein weiteres Jahr zu übernehmen.

Los ging es actionreich mit den Cheerleadern des Schönwalder Sportvereins 1953 aus Schönwalde- Glien. Die „Vipers“ boten in verschiedenen Altersgruppen beachtliche sportliche Leistungen – und das bei brütender Hitze. Da wurden menschliche Pyramiden gebaut und unter dem Beifall des Publikums folgte ein Salto nach dem anderen. Das sorgte für Stimmung.

Wichtigste Fest der Stadt

Dass sich so viele Zuschauer eingefunden haben, darüber war auch der Bürgermeister froh. „Das Fliederfest ist ein wichtiger Bestandteil der Friesacker Kultur. Es war schon immer das wichtigste Fest in der Stadt, obwohl andere Veranstaltungen wie Frierock oder das Treckertreffen mehr Zuschauer anziehen“, so Gottschalk.

Beim diesjährigen Fliederfest auf der Friesacker Freilichtbühne erlebten die Besucher wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Sport und Tanz. Eröffnet wurde das Fest von Bürgermeister Klaus Gottschalk und Fliederkönigin Josephin Maltzahn, die die Stadt für ein weiteres Jahr repräsentieren wird.

Und er weiß, bei wem er sich bedanken muss. „Ich bin stolz, dass Tobias Wollenberg und Christian Wendland das Fest wieder so organisiert bekommen haben.“ Denn einen finanziellen Zuschuss gab es von der ziemlich klammen Stadt erneut nicht. Deshalb wurden die beiden Organisatoren, die das Fest mit Hilfe ihrer GbR auf die Beine stellten, mit Präsentkörben geehrt, inklusive Umarmung durch die Fliederkönigin.

Junge Nachfolgerin erwünscht

„Es ist schön, Friesack nach außen zu repräsentieren, weil das zu wenig gemacht wird“, sagte Josephin Maltzahn. Trotzdem hofft sie, dass im nächsten Jahr eine junge Nachfolgerin an ihre Stelle tritt. Diese muss auch nicht ganz so oft in Erscheinung treten wie die 40-Jährige.

Wenn sie als Leiterin des Fliedertänzer-Ensembles mit den Tänzern unterwegs war, dann schlüpfte sie gern mal in die Rolle der Königin und ins fliederfarbene Kleid – etwa beim Rosenmontagsumzug. Auch bei speziellen Anlässen wie der Ehrung von Bürgern in Pessin war sie präsent. Und der nächste Termin steht schon fest: Wenn die Delegation aus der polnischen Partnerstadt Parchowo am 16. Juni in Friesack ist, wird sie dabei sein.

Imposante Kostüme zu sehen

Ansagen durfte die Königin beim Fliederfest nach den Cheerleadern auch die Schüler der Kooperationsschule. Die beeindruckten das Publikum mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen, darunter auch Breakdance. Danach folgten die Fliedertänzer in imposanten Kostümen mit ihrem neuen, teils ländlich geprägten Programm. Kleine Bienen und Kälber, aber auch Hexen und Country-Sängerinnen sorgten mit Tanz und Gesang für Abwechslung. Sogar ein Treckertanz kam zur Aufführung.

Parallel dazu luden Schausteller zu Karussellfahrten ein und die Feuerwehr zeigte ihre Technik. Die Vereine kümmerten sich ums leibliche Wohl, so wie auch Schüler der Kooperationsschule, die einen Kuchenbasar veranstalteten. „Die Einnahmen werden für einen Schüleraustausch gesammelt. Im September geht es nach Wisconsin. Das Geld ist für Ausflüge“, erklärte Lena Wollenberg.

Band Right Now spielte am Abend

Am Abend spielte vor 500 Zuschauern wieder die Band Right Now. Die Musiker hatten schon im vergangenen Jahr das Publikum zum Fliederfest begeistert. „Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir die Band wieder geholt“, sagt Tobias Wollenberg. Für ihn zählt, dass die Coverband professionelle Musik macht und in ihrem Repertoire Titel für Jung und Alt hat.

Veranstalter des Fliederfestes war die Stadt Friesack, die die Freilichtbühne zur Verfügung stellt sowie die Sanitäranlagen. Dass es seit geraumer Zeit keinen finanziellen Zuschuss mehr die Ausrichtung des Festes gibt, ist für Wollenberg nicht das große Problem. „Weil wir Spaß daran haben, deshalb machen wir es“, sagt er. Ziel sei es, wenigstens die Kosten einzufahren. Eintritt müssen die Gäste auch nur zum Konzert am Abend zahlen. „Für uns ist es eher ein Hobby. Und wenn wir am Ende bei Plus-Minus-Null sind, dann ist es gut“.

Zufrieden schaute Wollenberg am Nachmittag auf den Trubel auf dem Festgelände. „Wir wollen hier einen Familienfest ausrichten, wo man mit den Kindern hingehen und eine schöne Zeit verbringen kann. Das hat wieder geklappt.“

Von Andreas Kaatz

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