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Havelland Erst Kurfürst, dann Keimzeit
Lokales Havelland Erst Kurfürst, dann Keimzeit
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18:30 01.06.2014
Quelle: MAZ
Friesack

Das Fest, das mit großem Aufwand wochenlang vorbereitet worden war, wurde 2013 von einem nicht enden wollenden Regenguss einfach weggespült. Tobias Wollenberg, verantwortlich für das Festprogramm, hatte deshalb in den vergangenen Tagen regelmäßig die einschlägigen Wetterseiten im Internet studiert, ein Desaster wie im vorigen Jahr durfte kein zweites Mal passieren. Aber diesmal, bei der 117. Auflage des großen Stadtfestes, hatte Friesack wieder Glück.

Die Sonne schien schon morgens um elf, als Günter Kirchert im Hohenzollernpark stand und das letzte Stück Metall des Friedrich-Denkmals seiner Heimatstadt übergab. Kirchert, Vorsitzender des Heimatvereins, hatte seit 2008 mit seinen Vereinsmitgliedern an der Rekonstruktion des einst verwilderten Parks gearbeitet und dabei vor allem viel Kraft in die Wiederherstellung der gut drei Meter hohen Statue des Kurfürsten Friedrich investiert. Die war in Thailand gegossen worden und nach einer wahren Odyssee vor zwei Jahren in Friesack angekommen. Seither steht sie im aufwändig aufgehübschten Park auf einem ebenfalls restaurierten Sockel, dem bisher aber noch ein entscheidendes Teil fehlte: eine bronzene Platte mit Adler. Dieses letzte Teil, das den Abschluss der nun sechs Jahre währenden Park-Rekonstruktion bildet, hatte ein Kunstgießer aus Köpernitz nachgearbeitet. Jetzt prangt es unter Friedrich und vervollständigt die Grünanlage, die damit "ein Musterbeispiel für wiederhergestellte Parks" ist, wie Friesacks Amtsdirektor Christian Pust bei der feierlichen Übergabe sagte.

Mit diesem Festakt im Grünen begann das Fliederfest. Und der Sonnenschein blieb den Fliederstädtern auch im weiteren Tagesverlauf hold. Am Nachmittag kamen hunderte Friesacker auf das Gelände vor der Freilichtbühne und feierten. Höhepunkt des Nachmittagsprogramms war der Vereinswettkampf, bei dem der Karneval Club, der Sportverein, die Feuerwehr und die Sozialstation gegeneinander antraten und mit regionalem Wissen punkten mussten. Die Karnevalisten beantworteten die meisten Fragen richtig und sicherten sich damit den Wanderpokal. Vor dem Vereinswettkampf hatte Rüdiger Held schon ganze Arbeit als Auktionator geleistet. Angeln, Bilder, Bademäntel und viele andere Sachen kamen bei ihm unter den Hammer. 360 Euro wurden bei der Versteigerung erlöst. Das Geld kommt der Friesacker Kita zugute.

Gegen 21.30 Uhr, als die Sonne gerade hinterm Horizont verschwand, kamen schließlich die Stargäste des diesjährigen Fliederfestes auf die Bühne: die Band Keimzeit. Rund 1000 Friesacker hatten Karten für das Konzert gekauft. Das waren zwar deutlich weniger als bei den Puhdys, die vor zwei Jahren Maßstäbe gesetzt hatten, aber dass dieser Publikumserfolg nicht wiederholt werden konnte, war allen Beteiligten schon im Vorfeld klar.

Keimzeit spielten dann auch zwei Stunden lang ihren bedächtigen Deutschrock, hatten die Friesacker spätestens mit ihrem Megahit "Klingklang" im Griff und mussten am Ende auch noch zwei Zugaben spielen. "Coole Stimmung, alles okay", bilanzierte Tobias Wollenberg am Ende.

Und Gott sei Dank kein Regen.

Von Susanne Grimm, Norbert Stein und Oliver Fischer

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