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Fritz Klauser vollendet 95. Lebensjahr

Finkenkruger Musikerleben Fritz Klauser vollendet 95. Lebensjahr

Als er fünf Jahre alt war, bekam Fritz Klauser von seinem Vater eine Blockflöte geschenkt. Das war der Beginn einer Musiker-Karriere, die bis heute anhält. Klarinette, Saxophon, Oboe und Englisch-Horn heißen die Instrumente, mit denen er andere Menschen immer noch verzaubern kann. Am Montag vollendet Fritz Klauser sein 95. Lebensjahr.

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Fritz Klauser

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Fritz Klauser geht es gesundheitlich wieder gut. Er ist weiterhin als Musiker aktiv. Tusch! Der Künstler feiert am Montag seinen 95. Geburtstag. Ihm zu Ehren gibt es am Nachmittag eine Fete. „Meine Tochter Annerose Höftmann aus Falkensee samt Familie wird kommen und eine Enkelin mit ihrem Ehemann aus Frankfurt am Main. Ich rechne mit 40 Gästen“, sagt Fritz Klauser.

Daheim in Finkenkrug: Fritz Klauser serviert Schoko-Sahne-Torte mit Kaffee im Garten. Fürs Foto hat er schon ein Saxophon parat. Er kann’s nicht lassen, improvisiert nach einer angedeuteten Tonleiter im Freien drauflos, ein Vollblutmusiker eben. „Ich wollte immer Künstler werden“, sagt Fritz Klauser, der in Sachsen-Anhalt auf die Welt kam. Klarinette, Saxophon, Oboe und Englisch-Horn heißen die Instrumente, mit denen er andere Menschen verzaubern kann. Ähnlich dem Klang seiner Sprache, wirkt sein Sound einschmeichelnd, aber immer druckvoll. Sie müssen ihn sehr geschätzt haben, die großen Dirigenten wie Kurt Masur oder Wolfgang Sawallisch, als er in der Komischen Oper Berlin zum Orchester gehörte und dort 1982 zum Kammermusiker ernannt wurde. Alles Vergangenheit und doch gegenwärtig. Auch die Zeit mit seiner geliebten Frau Anneliese, die nicht mehr lebt, mit der er 2003 Diamantene Hochzeit gefeiert hatte. Mit dem Pianisten Werner Scholl aus Potsdam trat er lange Jahre zusammen auf, oft im Havelland. „Dann ist er plötzlich gestorben, kurz vor einem Konzert in Kleinmachnow“, erzählt Fritz Klauser und schaut in den blauen Himmel. „Ich habe ein Foto von Werner auf das Klavier gestellt. Nach jedem Solo von mir mit Saxophon oder Oboe habe ich gesagt: Jetzt wäre mein Freund Werner dran. Und dann fortgesetzt im Stück.“

Fritz Klauser spielt immer weiter; auch nach überstandener Darmkrebsoperation und kaputtem Knie. Alles wieder paletti: Musik ist sein Leben, egal, ob es um leichte Muse oder Klassik geht. „Mein Vater hat mir eine Blockflöte geschenkt, als ich ein kleiner Junge war in einem Ortsteil von Nebra.“ Damit hat seine Karriere als Musikus angefangen.

„Die Stadt Nebra hat mich vor fünf Jahren zum Ehrenbürger ernannt. 2013 habe ich den Bürgerpreis von Falkensee erhalten“, erinnert sich der Künstler.

Aber er lebt in der Gegenwart, musiziert in Ensembles, übt jeden Tag an seinen Instrumenten. „Ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken, dass ich alt werde und fahre immer noch gern Auto.“

Von Hans-Peter Theurich

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