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Havelland Frühjahrssynode: Mehr Chancen als Defizite
Lokales Havelland Frühjahrssynode: Mehr Chancen als Defizite
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17:25 11.03.2018
Auf der Kreissynode diskutierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen über die Chancen und Grenzen ihrer Gemeinden. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

51 Synodalen des Kirchenkreises Nauen-Rathenow trafen sich am Samstag in der Lutherkirche zur Frühjahrssynode. Die Delegierten aus 45 Kirchgemeinden diskutierten unter Leitung ihres Präses Detlev Schöpp aus der Gemeinde Königshorst vor allem über das Thema „Ortskirchen und Gemeinden. Entwicklungen und Perspektiven.“ Anspruchsvoll angesichts der Fusion von Gemeinden mit sinkenden Gliederzahlen.

Aus 60 Gemeinden mit 16 805 Gemeindegliedern im Jahr 2011 sind heute 45 Gemeinden mit 14 050 Gliedern geworden. 14 Gemeinden haben weniger als 100 Gemeindeglieder. „Aber eine Diskussion nur über Zahlen lähmt mehr, als sie aktiviert. Die Gemeinde im Ort ist viel größer als die kirchliche Gemeinde. Viele Menschen sind – aus verschiedenen Gründen – mit ‚ihrer’ Kirche verbunden“, so Generalsuperintendentin Heilgard Asmus. „Aber zu ihrem eigentlichen Zweck, der Verkündigung, wollen die meisten nicht mehr in der Kirche zusammen kommen. Wir müssen überlegen, wie wir unsere Gotteshäuser auch anderweitig öffnen und nutzen. So zu mehr kulturellen Veranstaltungen oder diakonischen Zwecken.“

Generalsuperintendentin Heilgard Asmus. Quelle: Uwe Hoffmann

Dazu beschäftigten sich die Synodalen in drei Arbeitsgruppen mit den Fragen, welche Chancen und Grenzen sie für ihre Gemeinden sehen, wo die Gemeinde im Ort real sichtbar ist, welche Besonderheiten die Gemeinden ausmachen und was deren Glieder vor Ort nicht aufgeben wollen. „Die Liste der Chancen für unsere Gemeinden ist größer, als die zusammengetragenen Defizite“, resümierte Heilgard Asmus. „Ich wünsche Ihnen den Mut, Ihre noch verdeckten Chancen zu entdecken.“ Als öffentlichkeitswirksames Beispiel nannte die Generalsuperintendentin eine Reihe in der Reformationsgemeinde Westhavelland mit Konzerten, Lesungen und Diskussionsrunden mit interessanten Gästen.

„Fünf Kirchgemeinden im Osthavelland werden in diesem Jahr bei ihren Sanierungsprojekten, sowie das Kinderkirchencamp über Himmelfahrt in Nennhausen und die Öffentlichkeitsarbeit in Ribbeck durch den Kirchenkreis finanziell unterstützt“, so Superintendent Thomas Tutzschke in seinem Bericht. „Weitere vier Gemeinden im Westhavelland können nach positiver Bescheidung ihrer Anträge zu Sanierungsarbeiten durch die LAG Havelland zusätzlich Fördermittel beim Ministerium beantragen.“

Superintendent Thomas Tutzschke mit Christine Gebert, der neuen Pfarrerin in Ribbeck und Umgebung. Quelle: Uwe Hoffmann

Zudem stellte Thomas Tutzschke einige Veränderungen bei der Besetzung von Pfarrstellen vor. So begann Christine Gebert ihren zweijährigen Probedienst in den Gemeinden Ribbeck, Berge, Lietzow und Königshorst. Thomas Tutzschke kann sich so mehr um seine Aufgaben zur Leitung des Kirchenkreises als Superintendent kümmern. Bereits zum 10. Dezember wurde Birgit Wolter als Pfarrerin in Paaren/Glien eingeführt.

Auf der Synode wurde auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Der Kirchenkreis möchte die Arbeit in den Gemeinden durch eine neue Internetseite unterstützen. Bezüglich ihrer, vor allem öffentlichen Veranstaltungen haben viele Gemeinden und deren Fördervereine noch Defizite in der Kommunikation, auch über die Medien, wie die Diskussion auch ergab. Dies treffe auch auf die öffentliche Darstellung von Sanierungsprojekten, mit erheblichen öffentlichen Fördermitteln, der Ortskirchen zu.

45 Gemeinden mit 14 050 Mitgliedern

Zum Kirchenkreis Nauen-Rathenowgehören gegenwärtig 45 Gemeinden mit 14 050 Mitgliedern.

Im Jahr 2011 zählten zum Kirchenkreis noch 60Gemeinden mit 16 805 Mitgliedern.

An der Frühjahrssynode nahmen 51 der insgesamt 65 Synodalen des Kirchenkreises teil.

Im Jahr 2019 wird sich nach den Wahlen zu den Gemeindekirchenräten eine neue Synode konstituieren.

Alle sechs Jahre werden neue Gemeindekirchenräte gewählt.

Je 500 Gemeindemitglieder wird ein Synodaler entsandt.

Die Herbstsynode findet am 10. November statt.

Von Uwe Hoffmann

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