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Frühlingsgefühle im Optikpark

Rathenow Frühlingsgefühle im Optikpark

Fast 50000 Frühjahrsblumen müssen die Mitarbeiter des Rathenower Optikparks in den kommenden Tagen pflanzen – eine echte Knochenarbeit. Aber sie muss gemacht werden, schließlich wollen die Besucher bei der Eröffnung am Ostermontag durch ein buntes Blütenmeer wandeln.

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Pflanzen im Akkord: Auf den Strahlenbeeten wird momentan jede Hand gebraucht.

Quelle: Kniebeler, Markus

Rathenow. So schnell kann es gehen: Am Montag noch wurde im Rathenower Optikpark das Pflanzen der Frühjahrsblumen abgeblasen, weil der Regen die Beete durchweicht hatte. Aber schon am Dienstag war der Boden so weit abgetrocknet, dass die Mitarbeiter der Gartencrew rund um Chefin Gabriele Leumann loslegen konnten.

Bis weit in die kommende Woche hinein werden die Gartenhelfer alle Hände voll zu tun haben – im wahrsten Sinne des Wortes. 15 000 Stiefmütterchen und 31 000 Hornveilchen warten darauf, in den Boden gesetzt zu werden. Damit das zügig über die Bühne geht, wird jede verfügbare Arbeitskraft die kommenden Tage in gebückter Stellung verbringen müssen.

Aber wie es so ist, in einer Leidensgemeinschaft: man baut sich gegenseitig auf, feuert einander an, macht Späße. „Die meisten Mitarbeiter sind schon eine Ewigkeit dabei“, sagt Gabriele Leumann, die seit Jahren verantwortlich ist für den gärtnerischen Zustand des Geländes. „Die wissen, dass die Wochen unmittelbar vor der Eröffnung des Parks kein Zuckerschlecken sind.“

Am Ostermontag (17. April) startet die Saison auf dem Gelände am Schwedendamm. Dann will, dann muss sich der Park von seiner besten Seite zeigen. Darum beschränkt sich das Tun in den kommenden drei Wochen nicht auf das Bepflanzen der Beete. Die Wege müssen geharkt werden, das Spielgelände ist zu säubern, die Flöße kommen ins Wasser des Altarms, Stühle und Bänke sind aufzustellen, und, und, und... „Wenn die Besucher nach dem langen Winter den Park erstmals betreten, dann muss alles picobello sein“, sagt Leumann.

Gefahren durch Frost und Fresslust

Einen Strich durch die Rechnung machen könnte noch der Winter. Nächte mit knackigen Minustemperaturen hemmen das Wachstum der Frühblüher. Im schlimmsten Fall machen sie die Blumen kaputt. Das gilt nicht so sehr für die Stiefmütterchen und Hornveilchen, die derzeit gepflanzt werden. Empfindlicher sind Tulpen, Osterglocken und Kaiserkronen. Aber die lassen sich meist erst blicken, wenn die Frostgefahr gebannt ist. Viel schwerer in den Griff zu bekommen ist die Gefährdung der sprießenden Pflanzen durch einen Feind aus der Tierwelt: Rehe haben den Optikpark als Futterquelle entdeckt. Vor allem im Frühjahr, wenn das erste Grün zaghaft zu sprießen beginnt, laben sich die Tiere an den Leckerbissen. Manchmal passiert es, dass über Nacht ganze Beete weggeknabbert werden. „Das ist ein echtes Problem“, sagt die gärtnerische Leiterin. Denn die Tiere hätten offenbar keine Scheu mehr, das Gelände zu betreten. Zwar treibe man sie – wenn man welche entdecke – mit großem Getöse vom Areal. Das halte sie aber nicht davon ab, wiederzukommen. Auch die Zäune böten keinen ausreichenden Schutz vor den Leckermäulern. „Die schwimmen durch den Altarm“, berichtet einer der Flößer, der das beobachtet hat.

Von all dem wird der Besucher am Ostermontag nichts mitbekommen. Dann wird, um es mit Gabriele Leumanns Worten zu sagen, alles picobello sein. Und wer partout ein angeknabbertes Pflänzchen entdecken will, der muss schon ganz genau hinschauen.

Saisonhöhepunkte im Optikpark

17. April (Ostermontag): Saisoneröffnung mit Programm

1. Mai und 25. Mai (Himmelfahrt): buntes Familienprogramm

5. Juni: Das große Fest der Volksmusik

14./15. Juni: Ritter- und Burgfräulein-Fest

14./15. Juli: Drachenbootrennen

16. Juli: Dance-Meeting

22. Juli: Laut & bunt-Festival.

26. August: Serenade unterm Sternenhimmel

8. September: Stadtfest-Auftakt

3. Oktober: Saisonfinale

22. Dezember: Mühlenweihnacht

Von Markus Kniebeler

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