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Havelland Fühl’ dich in Nauen frei auf dem Bike
Lokales Havelland Fühl’ dich in Nauen frei auf dem Bike
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21:07 18.10.2015
Immer auf dem Sprung – rasant bewegen sich die BMX-Fahrer über die neuen Nauener Rampen. Quelle: Annett Lahn
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Nauen

Lenker drehen, Vorderrad in die Luft, kurze Balance auf der Kante und dann kommt die gewagte Landung auf der Rampe – wer solch einen spektakulären Trick beherrscht, hat seit Sonnabend in Nauen ganz neue Möglichkeiten. Mit einer großen Party wurde dort der 260 000 Euro teure BMX- und Skate-Park an der Robert-Bosch-Straße, hinter dem Restaurant „Big´s Diner“ eröffnet.

Dass für viele Nauener Jugendliche damit ein Traum in Erfüllung ging, merkte man an der Besucherzahl an und auf den Rampen. Während der Park auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände im Gewerbegiet von den Profis der Szene befahren wurde, umsäumten viele Schaulustige die hügelige Rampenlandschaft und genossen die actionreichen Shows.

Einen tollen Auftritt boten auch jene, die den Traum Wirklichkeit werden ließen. Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) schnitt zur Eröffnung kein Band durch, sondern durchsägte unter Beifall kraftvoll einen Fahrradrahmen. Seine Fachbereichsleiterin für Bildung und Soziales Nora Schiller brauchte auch viel Power, denn sie kämpfte sich unter den Rufen der dankbaren Kinder und Jugendlichen mit der Säge durch das Brett eines Skateboards.

Fleischmann sagte zufrieden: „Ich habe keine Sorgen um die Akzeptanz.“ Wie er berichtete, fehlte lange eine „Initialzündung“ bis die Umsetzung des Projektes ins Auge gefasst wurde. Diese kam, als Robert Dembski und Johnny Oesterreicher vor anderthalb Jahren in seiner Amtsstube standen und vom Mangel an Treffs berichteten. Die beiden heute 17-Jährigen brachten ihre Ideen beim Planungsworkshop mit dem Architekten ein und planten die Anlage mit. Oesterreicher sagte am Sonnabend: „Deswegen ist sie gelungen, wird akzeptiert und hat vier LED-Leuchten, die auch in der dunklen Jahreszeit für viel Licht sorgen.“

Auch Nora Schiller betonte, wie wichtig die Mitarbeit der Jugendlichen an dem Projekt war. Sie werden die Anlage jetzt weiter bespielen. So soll ein Contest organisiert werden. Auch die anderen Teile des Geländes seien noch entwicklungsfähig. Schiller denkt beispielsweise an einen Bolzplatz. Das der hellgelb gestrichene Beton der Skaterbahn früher oder später Graffiti und andere Schriftzüge bekommen könnte, sieht sie unproblematisch und sagt: „Das gehört dazu.“Jugendkoordinatorin Kristin Schlief meinte, dass die schöne wellige Mondlandschaft in der nächsten Phase einen Namen bekommen sollte. Über diese Fragen werde mit den Jugendlichen beraten. Die Kommunikation erfolge größtenteils über die Handys.

Für Daniel Jahnke, der mit seinem BMX-Unternehmen „Friss Dreck“ die Eröffnungsfeier moderiert hatte, ist es wichtig die Szene am Wachsen zu halten. Für Anfänger wie Fortgeschrittene bietet der 28-jährige BMX-Aktivist aus Elstal verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Workshops an Schulen an. Die Anlage wird er künftig auch mit der Gruppe der Dr.-Georg-Graf-von-Arco-Oberschule nutzen. Mit Verantwortlichen des benachbarten Schulcampus sei er im Gespräch.

Hinweis: Infos zu Arbeitsgemeinschaften unter www.frissdreck.com.

Von Annett Lahn

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