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Fünf Kandidaten wollen Bürgermeister werden

Rathenow Fünf Kandidaten wollen Bürgermeister werden

Fünf Bewerber werden sich in den ersten Wochen des neuen Jahres mit den besten Argumenten um den Bürgermeisterposten in der Stadt Rathenow streiten. Ronald Seeger, Ulf Michaelis, Daniel Golze, Thomas Baumgardt und Christian Kaiser stehen auf dem Zettel. Nicht geschafft hatte es der Vorsitzende des Kinder- und Jugendparlamentes, Max Vogt.

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Das Rathenower Rathaus, Berliner Straße 15.

Quelle: Kniebeler, Markus

Rathenow. „How to make a Bürgermeister“ hatte das Kinder- und Jugendparlament ein Projekt betitelt, mit dem Max Vogt bei der Bürgermeisterwahl in Rathenow antreten sollte. Das Ziel: Themen, die für Kinder und Jugendliche relevant sind, in den Wahlkampf einbringen. Die Erfahrung eines Wahlkampfes muss Max Vogt nicht machen. Für ihn gab es zu wenig Unterstützungsunterschriften. 56 hätte er gebraucht, es waren aber gerade mal eine Hand voll.

Sie haben es geschafft

Geschafft haben das hingegen Ulf Michaelis und Christian Kaiser. Michaelis will sich nun insbesondere mit Wirtschaftsthemen in Stellung bringen. In den vergangenen Tagen war er damit beschäftigt, Unterstützer dazu zu bewegen, im Rathaus die Unterschrift abzugeben. Dabei stützte er sich auch auf die so genannten „Sozialen Netzwerke“, insbesondere Facebook.

Der Pegida-Mann

Christian Kaiser hatte keine Mühe, 56 Unterstützer zu finden. Kaiser tritt regelmäßig vor dem Kulturzentrum mit dem Bürgerbündnis Havelland öffentlich auf. Das Bündnis hat pegidaähnliche Strukturen. Von der Größe der Pegida-Demos in anderen Städten ist man in Rathenow weit entfernt, hier treffen sich normalerweise bis zu 30 Leute.

Von der Partei nominiert

Den Unterstützermarathon mussten Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), Thomas Baumgardt (SPD) und Daniel Golze (Linke) nicht absolvieren. Sie wurden von ihren Parteien nominiert. Daniel Golze hatte bei seiner Bewerbung betont: „Rathenow kann mehr!“ Gleichzeitig machte er klar, alleine nicht die Lösung zu sein. „Niemand ist das Komplettpaket eines Wunsch-Bürgermeisters. Das gibt es nicht.“ Er werde sich aber als Vertreter einer ganzen Gruppe von Menschen in der Stadtverstehen, die Rathenow voranbringen kann.

Viele Chancen

Thomas Baumgardt glaubt, dass die Stadt Rathenow viele Möglichkeiten hat. „Und diese Möglichkeiten muss man am Schopf packen. Wir leben in Zeiten, in denen die wirtschaftliche Entwicklung kaum Grenzpunkte kennt.“ Rathenow könne sich zu einer interessanten Stadt im weiteren Umland Berlins, in der so genannten „zweiten Reihe“ entwickeln. Gute Arbeitsbedingungen, optimale Kinderbetreuungsmöglichkeiten, eine aufgeschlossene Bevölkerung, interessante Kultur- und Freizeitmöglichkeiten und Einkaufsmöglichkeiten lassen die Stadt dann interessant und lebenswert erscheinen.“

Seegers Amtsbonus

Ronald Seeger hat dem Amtsbonus. Zur Wahl stellt er sich, weil er die Entwicklung der Stadt vorantreiben möchte. Sein Credo: In den vergangenen Jahren wurde mit der Entwicklung rund um die Landesgartenschau und die Bundesgartenschau viel erreicht. Das gilt es zu bewahren und auszubauen.

Wahlausschuss kommende Woche

Der Wahlausschuss der Stadt Rathenow tagt am 27. Dezember um 10 Uhr im Rathaus der Stadt. Dann muss das Ergebnis der Bewerberphase – bislang ist es vorläufig, betont Stadtwahlleiter Jörg Zietemann, offiziell bestätigt werden.

Dass Max Vogt nicht mit von der Partie ist, bedauert Daniel Golze: „Die Idee war richtig gut.“ Und er motiviert die Jugendlichen: „Sucht bitte andere Wege, den jungen Menschen das Wahlrecht nahezubringen und sie zur Teilnahme zu bewegen.“

Von Joachim Wilisch

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