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Havelland Fünf Stelen für die Altstadttour
Lokales Havelland Fünf Stelen für die Altstadttour
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06:10 01.07.2016
Auf Stele 5 zu sehen ist ein um 1850 erbautes Gebäude Am Markt 4.
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Ketzin/Havel

„In einem Monat werden fünf Stelen in der Ketziner Altstadt stehen. Einheimische und Touristen können ab 1. August auf Denkmaltour durchs Zentrum des Havelstädtchens gehen“. Mathias Meißner von der Stadtverwaltung ist zufrieden, geht doch eine fast zwei jährige Etappe erfolgreich zu Ende. Von ihm stammt die Idee, einen solchen Service mit Informationen über Gebäude und Ereignisse in Ketzin anzubieten.

Mathias Meißner lief durch die Altstadt von Gebäude zu Gebäude, recherchierte im Archiv, sammelte Informationen über die Bauwerke und entwarf einen ersten Routenplan. Der wurde mehrfach überarbeitet, weil auch die Zahl der Stelen von ursprünglich drei auf fünf anstieg. Die Stadt lässt sich das inklusive Fördermittel rund 13 000 Euro kosten. Waren noch im vorigen Jahr in der Konzeption nur die auf der Kreisdenkmalsliste stehenden Gebäude enthalten, kamen inzwischen andere historisch relevante Gebäuden hinzu.

Auf der Stele Nummer 1, die in der Rathausstraße/Ecke Kirchstraße stehen wird, erscheint das ehemalige „kleine Schulhaus“, heute Kultur- und Tourismuszentrum, das 1854 erbaut wurde. Ebenso ist das Haus Rathausstraße 16 zu sehen, das als frühere Brauerei und Gaststätte einen großen Saal besaß, in dem 1902 Karl Liebknecht die Gründungsversammlung des Ortsvereins der SPD anregte.

Vor dem Stadthaus, auf der zweiten Stele, erfahren die Interessierten etwas über das Haus Nr. 23 – eine Villa aus der Gründerzeit. Auf dem Gelände dahinter wurden bis 1945 Holzwaren produziert, später war sie Sitz der sowjetischen Kommandantur und danach ein Wohnhaus. Neu aufgenommen wurde das erste Rathaus von Ketzin/Havel in der Rathausstraße 14. Es erscheint nun als Fotografie aus dem Jahre 1898 und daneben als heutiges Wohnhaus.

Um die neue Ketziner Mitte mit dem ehemaligen Späth’schen Gutshof dreht sich alles auf Stele Nummer 3 , die vor der katholischen Kirche positioniert wird. Die vierte Stele auf der Verkehrsinsel Potsdamer Straße/Friedrichstraße/Plantagenstraße beschreibt unter anderem die Geschichte des ehemaligen Hotels „Schwarzer Adler“, des Späth’schen Direktor-Hauses in der Potsdamer Straße 2, des Vierseithofes in der Nummer 4 und des heutigen Ärztehauses in Nummer 8.

Etwas zur Geschichte der Apotheke, der Theodor-Fontane-Oberschule und des Fischerviertels erfahren Touristen und Ketziner auf Stele Nummer 5, die gegenüber der Apotheke ihren Platz bekommen soll. Einbezogen in die Gestaltung der Stelen waren Schüler der Europaschule Ketzin. Sie schufen zwei Fantasiefiguren, Julia und Jakob, die kurze Geschichten zu geschichtlichen Ereignissen in der Stadt erzählen. Diese finden sich im unteren Teil jeder Stele wieder. „Der Rundgang erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, so Mathias Meißner. Es sei möglich, nach und nach weitere Stelen aufzustellen. Die Pläne für den Rundgang werden im Kultur- und Tourismuszentrum in der Rathausstraße ausliegen.

Als „willkommene Ergänzung und Bereicherung“ sieht der Ketziner Stadtführer Wolfgang Wiech die Stelen. „Die werde ich mit meinen Gästen mit Sicherheit aufsuchen.“ Seit April bietet Wiech jeden ersten Samstag im Monat Führungen durch die Altstadt an, zunächst noch bis September. Wer sich zusätzlich zur Altstadt auch über den Ortsbereich Paretz mit Schloss, Mehlwaage und Kirche informieren möchte, kann den Ortsrundgang jederzeit per Audio-Guide erledigen. Die Geräte sind ebenfalls im Kultur-und Tourismuszentrum auszuleihen.

Von Helmut Augustiniak

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