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Havelland Für 1,1 Millionen: Campus-Sportplatz eröffnet
Lokales Havelland Für 1,1 Millionen: Campus-Sportplatz eröffnet
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20:55 17.11.2017
Kaum fertig, wurde auf dem neuen Sportplatz schon gelaufen. Auch die Kita-Kinder des Kreativitätskindergartens des Campus testeten die Rundbahn. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Nach einem starken Sprint übergab Markus Birkner auf der nagelneuen Laufbahn den Staffelstab unter Beifall an einen jungen Sportler des Leonardo da Vinci-Campus’. Ein symbolischer Akt, denn damit war die Eröffnung des neuen Sportplatzes am Campus auch sportlich vollzogen. Seit Freitag haben nun sowohl die rund 200 Mitglieder des Sportvereins Leonardo da Vinci als auch die 1200 Campus-Schüler eine Trainingsstätte, die diese Bezeichnung auch verdient. „Es war immer mein Traum gewesen, eine solche Bahn zu haben. Trotzdem freue ich mich nun für die Jüngeren“, sagt der 17-Jährige, der elf Jahre in Nauen trainierte, 2015 und 2017 an den deutschen Jugendmeisterschaften teilnahm und nun in Esslingen studiert.

Vor der sportlichen Einlage schnitt Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst ein rotes Band durch. Denn das Land hat einen nicht unerheblichen Teil zu den Gesamtkosten von 1,1 Millionen Euro beigesteuert. Insgesamt erhielt der Sportverein als Bauherr 652 500 Euro Fördermittel. „Das ist sehr gut angelegtes Geld“, ist sich die Ministerin sicher. Das Land möchte auch künftig, dass Sportstätten unterstützt werden, dass sich die Kinder und Jugendlichen bewegen. Und so nutzte sie die Gelegenheit und übergab gleich noch einen zusätzlichen Bescheid über drei Millionen Euro Fördermittel für weitere Projekte an Andreas Gerlach, Vorsitzender des Landessportbundes.

Britta Ernst war angesichts der vielen Dankesreden beeindruckt, wie viele Menschen sich dafür eingesetzt hat, damit der Sportplatz entstehen kann. Einer davon ist Olaf Kosater, bis vor Kurzem noch Vorsitzender des SV. Zehn Jahre lang setzte er sich vehement für das Projekt ein. „Die Leichtathletik hat sich über die Jahre stark entwickelt. Aber die Bedingungen fürs Training reichten nicht mehr aus, vor allem für Sportler, die sich für Wettbewerbe qualifiziert haben“, sagte er.

Das hat sich jetzt geändert. Auf rund 1,2 Hektar errichtete die Nauener Firma Fiedrich innerhalb von drei Monaten einen modernen Sportplatz mit einer 250 Meter langen Rundbahn. „Alle olympischen Leichtathletiksportarten sind hier möglich – Laufen, Springen, Werfen“, sagt Vereinsvorsitzender Manfred Hofmann stolz. So gibt es unter anderem eine 140 Meter lange Sprintbahn, die vorherige war nur 60 Meter lang. Auf der Kugelstoßanlage können nun vier Schüler gleichzeitig üben, aber auch Drei- und Weitsprung oder Stabhochsprung sind unter besten Bedingungen möglich. Über die neue Diskus- und Hammerwurfanlage ist nicht nur Schülerin Judith Schöniger froh: „Das ist echt Klasse, wir haben jetzt ganz andere Möglichkeiten.“

Der Sportplatz ist aber auch sonst vom Feinsten. „Er verfügt über eine Blitzschutzanlage“, sagt Hofmann. Wenn sich mal ein Blitz auf die Fläche verirrt, soll er unterirdisch entschärft werden. Des Weiteren wird Regenwasser aufgefangen und für die Bewässerung des Platzes verwendet. Dazu hat man Zisternen in die Erde eingelassen.

Genutzt werden soll der Sportplatz künftig vom SV und vom Campus, der dafür Miete an den Verein zahlt. Hofmann will den Platz aber kontrolliert auch für die Bevölkerung öffnen, indem etwa Laufkurse am Abend oder am Wochenende angeboten werden. Aus Kapazitätsgründen wird es aber wohl nicht möglich sein, dass auch Schüler von den kommunalen Nauener Schulen dort Sportunterricht machen können. Bürgermeister Detlef Fleischmann wies aber darauf hin, dass 2019 am Goethegymnasium ein Sportplatz entstehen soll. „Dann sind wir ein ganzes Stück weiter.“ Dass nun am LDVC-Campus eine neue Anlage entstanden ist, bezeichnete er als tolle Sache.

Zur Eröffnung des neuen Sportplatzes kam auch Tatjana Petersen (23) – frühere Landesmeisterin über 2000 Meter – extra aus Luzern angereist. Sie hat 2012 auf dem LDVC-Campus ihr Abitur gemacht. „Ich freue mich riesig über den Platz. Es hat lange gedauert. Ich hätte mir die 250-Meter-Bahn schon zu meiner aktiven Zeit gewünscht.“

Von Andreas Kaatz

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