Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Für 100 Millionen: Karls baut Freizeitpark
Lokales Havelland Für 100 Millionen: Karls baut Freizeitpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:56 21.02.2018
Bürgermeister Holger Schreiber, Robert Dahl, seine Schwester Ulrike und seine Ehefrau Stephanie (v.l.). Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Elstal

In direkter Nachbarschaft von Karls Erlebnis-Dorf in Elstal wächst ein Feriendorf aus dem Boden. Inhaber Robert Dahl nennt es „Erdbeerland“. Das Vorhaben wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach dem erfolgreichen Start des Erlebnis-Dorfes an der B 5 in Elstal im Mai 2014 soll nun auf dem ehemaligen Gelände der Löwenkaserne eine großer Freizeitpark mit mehreren kleinen unterschiedlich ausgerichteten Themenhotels und Unterkünften für bis zu 2000 Menschen, einem Badesee und Läden entstehen.

Ein Badesee, Unterkünfte und Themenhotels

Dazu hat Dahl die etwa 46 Hektar große Fläche im vergangenen Dezember von der Brandenburgischen Bodengesellschaft erworben. „Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart“, erklärte der Inhaber am Donnerstag und ergänzte: „Es war nicht billig.“

Ausschnitt des Plans für das Gelände. Quelle: privat

Er meinte das vor allem vor dem Hintergrund, der bevorstehenden Gesamtinvestition. „Wir denken, dass wir etwa 100 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren in das Erdbeerland investieren werden.“ Dazu gehöre auch die Munitionsberäumung und Bodenuntersuchung. Alles soll nach und nach erfolgen. Frühester Baubeginn sei 2019, so Robert Dahl. Sein Ziel und Wunsch sei es, den ersten Bereich im Jahr 2021 zu eröffnen, weil dann das Familienunternehmen seinen 100. Geburtstag feiert. Zunächst aber muss ein Raumordnungsverfahren eröffnet, was anderthalb bis zwei Jahre dauern wird.

Gesamtinvestition von rund 100 Millionen Euro

Wie Robert Dahl immer wieder betonte, werde an den Details des Ferienparks täglich weiter gearbeitet. In dem Familienresort sind dörfliche Erlebnisbereiche mit Attraktionen wie einem Spielstall oder einer Erlebnisgastronomie mit landestypischen Spezialitäten geplant. Entlang der 400 Meter langen Erdbeerpromenade sollen die Gäste vorbei an kleinen Läden spazieren, in denen Handwerksfamilien ihre Produkte präsentieren. In einer Badescheune können sie Wellnessangebote nutzen, im Sommer im Badesee mit Ostsee-Sandstrand schwimmen.

Firmenchef Robert Dahl hat Großes vor. Quelle: Tanja M. Marotzke

Sicher ist, dass die meisten der alten Kasernen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, abgerissen werden. Lediglich der weiße Löwenturm, der mit etwa 30 Metern auch das höchste Gebäude auf dem Gelände ist, bleibt erhalten. Dort wird ein Museum mit der Geschichte des Geländes eingerichtet. Das Wahrzeichen der Löwenkaserne, eine steinerne Löwin, soll auf jeden Fall zurückkehren, versprach Robert Dahl.

Kasernen sollen abgerissen werden

Die Gemeinde Wustermark hatte die Figur im Jahr 2015 abholen lassen und damit vor weiteren Zerstörungen und dem Verfall gesichert. „Sie steht dann irgendwo im Eingangsbereich“, ergänzte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos), der an der jetzt bevorstehenden Entwicklung bei Karls in Elstal nicht ganz unschuldig ist.

„Die Gemeinde hat uns seit zwei Jahren immer wieder gedrängt, doch auf dem Kasernengelände etwas zu machen“, so Robert Dahl. Auch bei den Behörden habe Wustermark sich für die Entwicklung dieses Standortes eingesetzt. „Genauso aber hat der Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht, ein Konzept für die Verkehrsanbindung zu machen. Das wird jetzt im Zusammenhang mit dem Raumordnungsverfahren erledigt“, so Dahl. Im Gespräch ist eine Aufweitung der Abfahrt von der B 5 und ein Ausbau des Knotens an der Straße „Zum Erlebnis-Dorf“.

Von Jens Wegener

Die Sanierung und Umgestaltung der Döberitzer Kirche ist in greifbare Nähe gerückt. Die Lokale Aktionsgruppe Havelland hat befürwortet, dass die Kirchengemeinde einen Fördermittelantrag stellen darf. Die Bausumme liegt bei rund 300.000 Euro. Das Gotteshaus soll umgestaltet werden in ein Musik- und Kunstzentrum, eine Begegnungsstätte für jung und alt.

19.02.2017

Die Falkenseer Abgeordneten von CDU und Grüne zögern, Bürgermeister Müller drängt aufs Tempo, wenn es um den Bau des Falkenseer Hallenbades geht. Die Abgeordneten wollen angesichts eines vorausgesagten Zuschusses von einer Million Euro pro Jahr genauer nachrechnen.

16.02.2017

Mehrfach schon hat ein heute 20-jähriger Brieselanger in der Vergangenheit auf andere Menschen eingeschlagen. So auch im Mai 2015, als er gemeinsam mit Kumpels Alkohol trank und es – wieder einmal – zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Menschen – diesmal sogar mit einem Mädchen kam. Dafür wurde der junge Straftäter nun verurteilt.

19.02.2017
Anzeige