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Für Boots-Touristen wird’s teurer

Ketzin/Havel Für Boots-Touristen wird’s teurer

Die Stadt Ketzin/Havel will ab der neuen Saison die Entgelte für das Anlegen von Booten und Schiffen erhöhen. Zwei Varianten stehen zur Wahl. Ziel ist es , dass jährliche Defizit bei den Anlegestellen zu mindern.

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Wer mit seinem Boot am Ketziner Stadtsteg an der Havelpromenade anlegen will, muss ab der neuen Saison tiefer in die Tasche greifen.
 

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel.  Noch nie hatten am Ketziner Stadtsteg an der Havelpromenade so viele Boote angelegt wie im Jahr 2016: insgesamt 2809. Das Rekordergebnis spülte rund 26 000 Euro Liegegebühren in die Stadtkasse. Trotzdem steht unterm Strich ein Defizit. „Rund 10 000 Euro musste die Kommune für 2016 zur Unterhaltung der Steganlage zuschießen“, erklärt Kämmerin Nicole Pydde. Betriebs- und Personalkosten, Versicherungen und Schadensbeseitigungen sind nur einige der Posten, die dabei eine Rolle spielen. Zu dem Minus trug auch die Anlegestelle für die Fahrgastschifffahrt in Ketzin bei, wobei für die Anlegestelle in Paretz ein leichtes Plus zu verzeichnen war.

Um das jährliche Defizit mit der Steganlage und den Schiffsanlagestellen etwas zu mindern und damit den Ketziner Haushalt zu entlasten, hat die Stadtverwaltung eine Erhöhung der Entgelte ab Saisonbeginn 2017 ins Auge gefasst. Man erarbeitete einen Vorschlag, den die Mitglieder des Ketziner Wirtschaftsausschusses akzeptierten.

Demnach würde ein Anlegen mit Übernachtung künftig 1,50 Euro pro Meter Bootslänge kosten (bisher sind das 1,20 Euro). Wassertouristen, die nicht am Stadtsteg übernachten wollen, zahlen dann 2 Euro pro Meter Bootslänge, wobei bei Booten ab sechs Meter Länge 5 Euro anfallen.

Etwas überraschend setzten die Mitglieder des Ketziner Finanzausschusses noch einen drauf. Sie folgten dem Ansinnen des Ausschussvorsitzenden Thomas Vinz und sprachen sich für folgende Regelung aus: Anlegen mit Übernachtung soll 1,80 Euro pro Meter Bootslänge kosten, ohne Übernachtung 4 Euro und ab sechs Meter Bootslänge 7,50 Euro. „Wenn man die gleiche Zahl von Booten voraussetzt, wäre mit dieser Anhebung der Entgelte kein Zuschuss aus der Stadtkasse mehr nötig“, schätzt die Kämmerin ein.

Parallel dazu sollen auch die Eigentümer der Fahrgastschiffe pro Anlegevorgang mehr an die Kommune zahlen. Für Schiffe bis 300 Personen sind künftig 120 Euro fällig, bei 300 bis 500 Personen-Schiffen sind es 140 Euro und ab 500 Personen-Schiffen 170 Euro. In jeder der drei Kategorien wäre das eine Erhöhung von 20 Euro.

„Wir werden zur Hauptausschusssitzung am kommenden Montag also zwei Varianten vorlegen, so dass die Ausschussmitglieder sich positionieren können und der Favorit dann den Stadtverordneten am 10. April zur Entscheidung vorgestellt wird“, erklärt Bürgermeister Bernd Lück.

Von Jens Wegener

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