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Für Kita-Kinder soll mehr Platz entstehen

Paulinenaue Für Kita-Kinder soll mehr Platz entstehen

Um den vorhandenen Platz im Gebäude der Kita „Paulinchen“ besser zu nutzen, plant die Gemeinde Paulinenaue jetzt einen entsprechenden Umbau. Bis Februar dieses Jahres waren dort auch Hortkinder untergebracht, die nun aber in der Karibu-Grundschule betreut werden. Derzeit sind in der Kita 57 Krippen- und Kindergartenkinder.

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In der Kita „Paulinchen“ werden die Kinder nach den Regeln der Montessori-Pädagogik betreut.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Paulinenaue. Als der Hort in der Karibu-Grundschule im September dieses Jahres seine Arbeit aufnahm, war plötzlich ganz viel Platz in der Kita „Paulinchen“ im selben Ort. Denn dort wurde ein Teil der Kinder bis dahin am Nachmittag betreut. Momentan besuchen die Einrichtung nur noch 57 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter.

Für die Amtsverwaltung, aber auch die Gemeinde ist das zu wenig. „Es gibt eine Betriebserlaubnis für 100 Kinder“, sagte jetzt Amtsdirektor Christian Pust. Eine Zahl, mit der auch der Landkreis operiere. „Die Frage ist, was wir mit dem freigewordenen Platz machen, um eine größtmögliche Betreuung zu gewährleisten und die vorhandenen Räume optimal auszunutzen“, so Pust. Denn es gebe derzeit 18 Paulinenauer Kinder, die in anderen Gemeinden betreut werden. Und etwa die Hälfte der Eltern würde ihre Kinder gerne in die Paulinenauer Einrichtung bringen, wenn sie es könnten, heißt es.

So hat die Verwaltung jetzt erste Überlegungen angestellt, um insbesondere im Dachgeschoss den Platz zu optimieren. Dabei gibt es derzeit im Wesentlichen zwei Varianten: Wenn man die drei ehemaligen Horträume dort bestmöglich ausnutzt, das WC anders anordnet, könnten acht bis zehn Plätze entstehen. Nimmt man den als Lager genutzten Dachboden daneben mit hinzu, dann wären es bis zu 26 Plätze. Die beiden einstigen Horträume im Erdgeschoss dienen mittlerweile als Lunch-Raum für die Kinder und als Besprechungszimmer.

Der Elternträgerverein der Kita „Paulinchen“ will erst einmal abwarten, was das Landesjugendamt zu dem Thema sagt. In den nächsten Tagen wird es dazu ein Treffen geben. Vereinsvorsitzender Martin Göress geht erst einmal nur von zusätzlich 12 bis 15 Kindern aus. „Für unsere Planung war die Warteliste entscheidend.“ Er gab zu bedenken, dass bei einer größeren Kinderzahl zu wenig Platz vorhanden sein könnte, beispielsweise wenn 80 bis 82 Kinder gleichzeitig draußen spielen. „Gibt das die Fläche her?“, fragte er. Umgekehrt müsste auch genügend Platz vorhanden sein, wenn alle Kinder mal an einem Regentag im Haus bleiben. „Kann man sich das vorstellen?“, stellte Göress in den Raum. Denn in der Vergangenheit stand das Problem in der Form nicht, weil die Hortkinder erst am Nachmittag in der Einrichtung waren.

Dass investiert werden soll, darin waren sich die Gemeindevertreter einig. Nicht nur Bürgermeister Erhard Hesse sieht für die nächsten fünf bis zehn Jahre großen Bedarf, auch Sabine Pietschmann meinte: „Es ziehen immer mehr junge Leute her.“ Sie ist zudem dafür, diese kommunale Immobilie aufzuwerten. Gleicher Ansicht ist auch Erich Ball: „Wir sollten das Gebäude einmal richtig anfassen, um für die Zukunft eine Perspektive zu haben.“ Und Dorit Zahn sieht ebenso wie Arne Breder die Notwendigkeit, bei der Planung das Gesamtobjekt zu betrachten. „Die Räume müssen ans pädagogische Konzept angepasst werden“, sagt sie. Deshalb müsste man nicht unbedingt versuchen, das Maximale an Plätzen herauszuholen, vielleicht komme man letztlich auch nur auf eine 80-prozentige Auslastung der Quadratmeter. So hat sie Bedenken, ob die Sanitäranlagen ausreichen, wenn der Boden ausgebaut wird.

„Wir sind als Verein offen. Man muss gucken, was machbar ist“, sagte Kita-Leiterin Petra Hänsel. Wichtig sei nur, dass am Ende die Bedingungen stimmen, auch was beispielsweise die sanitären Einrichtungen betrifft.

Von Andreas Kaatz

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