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Für die Ferien: Bibliothek füllt die Regale auf

Rathenow Für die Ferien: Bibliothek füllt die Regale auf

Rund 300 neue Kinder- und Jugendbücher werden die Mitarbeiter der Rathenower Stadtbibliothek in den nächsten Tagen in die Regale für den Sommerleseclub einsortieren. Schüler aus der Region sollen in den großen Ferien wieder aus dem Vollen schöpfen können und sich die schulfreie Zeit mit frischem Lesestoff versüßen. Dafür winkt sogar eine Belohnung.

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Mit Spannung warten viele Mädchen und Jungen auch in diesem Jahr wieder auf den Sommerleseclub.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. In diesem Jahr lockt der Sommerleseclub die Kinder in Rathenow mit einem neuen Design. Zudem wird sich das Projekt etwas verjüngen. Erstmals lädt die Bibliothek auch Schüler ein, die im nächsten Schuljahr in die vierte Klasse kommen. „Es ist ein Testlauf, wir wollen auch Jüngeren die Chance geben, mitzumachen. In den Jahren zuvor gab es dazu nämlich immer wieder Nachfragen von Eltern“, erklärt Ulrike Wünsch. Um auch für die Jüngsten altersgerechten Lesestoff vorzuhalten, unterstützt die Kreisbibliothek den Sommerleseclub mit rund 40 Büchern.

„Das hätten wir sonst allein nicht finanzieren können“, so die Bibliotheksleiterin. Sie hofft durch die gezielte Ansprache jüngerer Kinder, neue Stammleser für die Sommeraktion zu gewinnen, denn die ersten treuen Clubleser verlassen inzwischen die Schule. Zudem ist es leichter, jüngere Schüler an das Lesen heranzuführen. „Sie sind einfach begeisterungsfähiger“, weiß Ulrike Wünsch.

Heike Staedler-Balke, Mitarbeiterin in der Stadtbibliothek, Günter Assmann und Ulrike Wünsch (vl) präsentieren das neue Plakat für den Sommer

Heike Staedler-Balke, Mitarbeiterin in der Stadtbibliothek, Günter Assmann und Ulrike Wünsch (v.l.) präsentieren das neue Plakat für den Sommerleseclub Die drei freuen sich auf viele Leser in den Sommerferien.

Quelle: Christin Schmidt

Kernzielgruppe sind nach wie vor Mädchen und Jungen der fünften bis siebten Klasse – nach oben gibt es aber keine Grenze. Auch Schüler der neunten oder zehnten Klasse können gern das Angebot nutzen. „Wir freuen uns, wenn die Schüler lesen, warum sollten wir da beim Alter Einschränkungen machen?“, meint Ulrike Wünsch.

Der Teilnehmerrekord liegt bei 146 Lesern

Welche Bücher ab dem 10. Juli in den Regalen stehen, das entscheiden die Mitarbeiter des Hauses. „Dabei richte ich mich immer ganz stark nach den Wünschen der Kinder“, betont die Leiterin. Zudem erarbeiten Bibliothekare Vorschlagslisten mit geeigneten Werken. Im letzten Jahr waren zum Beispiel Minecraft-Bücher besonders stark nachgefragt. Aber auch Tagebücher, Fantasy-Reihen und Pferdebücher sind beliebt.

Mehr als einhundert Kinder nehmen jedes Jahr am Lesespaß in den Ferien teil. Im letzten Jahr waren es 112, der Rekord liegt bei 146 Teilnehmern. „Es hängt auch immer davon ab, ob die Schüler vorab mit ihrer Klasse die Bibliothek besucht haben. Erfahrungsgemäß ist die Hemmschwelle dann nicht so groß. Viele nutzten gleich die Gelegenheit und füllen die Anmeldung aus“, weiß Ulrike Wünsch. Nicht zuletzt mache den Kindern das Lesen mehr Spaß, wenn sie sich hinterher mit Freunden darüber austauschen können.

Eine gute Note winkt als Belohnung

Auch den Mitarbeitern der Bibliothek sprechen die Kinder über die Bücher. Denn bevor es einen Eintrag in das sogenannte Leselogbuch gibt, müssen die Teilnehmer beweisen, dass sie das Buch auch tatsächlich gelesen haben. „Oft sind sie gar nicht zu bremsen. Die meisten finden ihre Bücher toll und beschreiben alles ausführlich, Kritisches hören wir nur selten“, so Wünsch.

Gut die Hälfte der Teilnehmer hat in den letzten Jahren den Sommerleseclub mit einem Zertifikat abgeschlossen. Das gibt es für alle, die drei oder mehr Bücher lesen. Im letzten Jahr freuten sich 72 der 112 Teilnehmer über ein Zertifikat, das von manchem Lehrer sogar mit einer guten Note belohnt wird.

Von Christin Schmidt

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