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Havelland Für ein buntes Miteinander
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00:16 05.12.2017
Die Preisträger des Falkenseer Bürgerpreises 2017 mit dem Bürgermeister der Stadt. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Von 20 bis 92 Jahren reicht das Altersspektrum der Ausgezeichneten, die am Freitagabend mit dem Falkenseer Bürgerpreis geehrt wurden. Mit einem „Halleluja“ hatten vier Schüler der Musikschule Havelland der Festveranstaltung im Rathaus zu ihrem Auftakt Feierliches und Schwungvolles zugleich gegeben. Verliehen wurden fünf Bürgerpreise und ein Sonderpreis, überreicht durch Bürgermeister Heiko Müller (SPD).

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Festliche Musik von den Schülern der Musikschüle.

Der Sonderpreis ging an Erhard Stenzel. Der gebürtige Freiberger lebt seit fast 40 Jahren in Falkensee, vielen ist er für sein unermüdliches Eintreten gegen rechte Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Unrecht bekannt. Er ist einer der letzten noch Lebenden, der in der Resistance gegen das Naziregime gekämpft hat. Viele Jahre war Erhard Stenzel Stadtverordneter der Linken (PDS) im Falkenseer Parlament. Bei allen politischen Kämpfen ist er immer ein freundlicher Mensch geblieben, der sich über Parteigrenzen hinweg Achtung errungen hat. Den Ehrenpreis nahm er mit Rührung und unter dem stehenden Beifall der anderen Nominierten entgegen.

Mit 92 Jahren ist Erhard Stenzel der älteste der am Freitag Ausgezeichneten. Mit 20 Jahren ist Luzie Gehrmann die jüngste unter den Geehrten. Die heutige Studentin hat sich schon zu ihren Schulzeiten am Lise-Meitner-Gymnasium dafür eingesetzt, dass die Politik nicht nur den alten Herren überlassen wird. Sie hat sich für das interessiert, was um sie herum passiert, und sie will, dass sich auch andere junge Leute einmischen. Aktiv hat sie mitgeholfen, Strukturen der Jugendarbeit zu schaffen, Jugendforen und U-18-Wahlen gehören dazu.

Bürger für Bürger – so die Idee hinter dem Falkenseer Bürgerpreis. Die Vorschläge kommen aus der ganzen Stadt und sind so bunt, wie Falkensee es auch ist. Dass bei allem Bunten die Farbe Grün eine besondere in Falkensee ist und bleibt, dafür setzt sich Erika Knöppler seit Jahren ein. Sie wurde geehrt für ihr großes Engagement in der Lokalen Agenda, für Pflanzenbörsen, für die Aktion „1000 neue Bäume für Falkensee“ und vieles mehr.

Um das Zusammenleben der Falkenseer kümmern sich die drei anderen mit dem Bürgerpreis Geehrten auf ganz unterschiedliche Weise. Sven Steller steht dabei auch stellvertretend für die vielen, die Falkensee zu einer Sportstadt machen. Als 1. Vorsitzender des SV Falkensee-Finkenkrug hat er alle Hände voll zu tun, setzt sich auch im Sportaktiv und im Förderverein der Lessingschule für ein sportliches Zusammenleben ein.

Das geistige, kulturelle und religiöse Leben in Finkenkrug hat Claus-Jürgen Wizisla seit fast 30 Jahren mit geprägt. Der Pfarrer im Ruhestand ist vielen bekannt. Sein ehrenamtliches Wirken reicht dabei weit über die Grenzen der evangelischen Pfarrgemeinde hinaus.

Um Menschen, die sich allein nicht so gut zurechtfinden können, kümmert sich Hubert Kaufhold. Seit vielen Jahren gehört er zu denen, die im Verein Lebenshilfe den Menschen mit geistigen Behinderungen helfen. An der Festveranstaltung im Rathaus konnte er am Freitag nicht teilnehmen. Aber vielleicht besteht auf dem Neujahrsempfang der Stadt die Möglichkeit, den Preis zu überreichen. Der Preis bestand auch in diesem Jahr aus einer Ehrenurkunde und aus einem Glaswürfel mit Falkenseemotiv

Von Marlies Schnaibel

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