Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Für ein friedliches und buntes Nauen
Lokales Havelland Für ein friedliches und buntes Nauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 13.04.2016
Volker Mueller und Anke Bienwald (r.) mit ihrem Planungsteam. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Nauen

„Für ein buntes Nauen“. In den vergangenen Jahren stand das jährlich am 20. April stattfindende Toleranzfest unter genau diesem Motto. Zur fünften Auflage wurde es nun um das Wort „friedlich“ erweitert. Denn das Fest soll ein Zeichen setzen gegen Hass und Gewalt. „Feiern für die Toleranz und das mit einer klaren politischen Aussage“, sagte Volker Mueller, Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland. Gemeinsam mit dem Jugendhilfeverein Mikado und anderen Unterstützern organisiert er das Toleranzfest. Dieses soll sowohl ein fröhliches Fest, als auch eine politische Kundgebung sein.

Volker Mueller: Alltagsrassismus ist ein Problem

Denn Alltagsrassismus sei nach wie vor ein Problem in der Stadt, sagt Volker Mueller. Viele Menschen in Nauen seien auch aufgrund der zurückliegenden Ereignisse wie den Brand einer geplanten Notunterkunft für Flüchtlinge verunsichert, sagt Anke Bienwald vom Verein Mikado. „Es gibt eigentlich kein richtiges Zusammengehörigkeitsgefühl mehr in der Stadt“, sagt sie. Auch da setze das Toleranzfest an. Es soll die Menschen wieder zusammenbringen und dabei zeigen, dass Nauen mehr zu bieten hat.

Ministerpräsident Woidke zur Eröffnung eingeladen

Eröffnet werden soll das Toleranzfest auch in diesem Jahr um 12 Uhr mit einem offiziellen Akt im Rathaus. Für die Eröffnungsrede wurden unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und die Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) angefragt. „Noch haben wir keine Zusage, aber einer von beiden wird auf jeden Fall kommen“, sagte Anke Bienwald. Ab 14 Uhr soll das eigentliche Familienfest rund um die Gartenstraße und den Lindenplatz beginnen. Es werden 31 Marktstände aufgebaut sein, an denen sich die verschiedenen Unterstützer des Festes präsentieren. Alleine elf davon werden ein Angebot für Kinder bieten.

Familienfest mit musikalischem Bühnenprogramm

Durch verschiedene kulturelle Aktivitäten und ein interkulturelles Suppenfest soll der Nachmittag zu einem fröhlichen und bunten Ereignis werden. Für das Suppenfest hätten sich bereits mehrere Teilnehmer angemeldet. 18 Suppen stehen den Besuchern so zur Verkostung bereit. „Neu ist in diesem Jahr, dass wir überlegen die Suppen hinterher in einem Buch oder etwas ähnlichem zusammenzufassen“, sagt Anke Bienwald. In den vergangenen Jahren hätten immer wieder Besucher danach gefragt. Für die künstlerisch-musikalische Unterhaltung wird unter anderem die Linedance-Gruppe der Käthe-Kollwitz-Schule sorgen. Auch eine Trommelgruppe aus Premnitz und eine syrische Folkloreband werden ihr Können präsentieren. Der zweite musikalische Teil wird dann um 19 Uhr mit Fourty Two, Wortrausch und Chap beginnen.

Ob die NPD wieder eine Mahnwache plant ist noch nicht bekannt

Immer am 20. April trafen sich in den vergangenen Jahren auch Anhänger der NPD in Nauen. Ob sie sich auch in der nächsten Woche wieder am Mahnmal für Kriegsopfer versammeln, ist noch nicht bekannt. Noch sei keine offizielle Kundgebung angemeldet worden, teilte eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage mit. „Wir gehen davon aus, dass sie auch diesem Jahr wieder kommen werden“, sagt Anke Bienwald.

Von Danilo Hafer

Da kommt was auf uns zu: Jede Menge Motorboote, schwimmende Ferienhäuser, Kanuten, Segler und Jetski-Fahrer. Für die Untere Havel zwischen Brandenburg und Havelberg wurde am Mittwoch die Wassersportsaison eröffnet. Eine Initiative aus Kommunen und Verbänden kümmert sich um die Infrastruktur.

13.04.2016
Havelland Vorschlag der Rathenower Linken - Solarstrom soll die Stadtkasse aufbessern

Die Fraktion der Linken wird am kommenden Mittwoch in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag zur Haushaltskonsolidierung machen. Es sei zu prüfen, ob durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dachflächen Einsparungen erzielt werden können, so der Antrag.

16.04.2016

Die Veranstaltungsreihe „8 für 800“, in deren Rahmen Historiker ausgewählte Epochen der Rathenower Stadtgeschichte beleuchten, erfreut sich großer Beliebtheit. Im dritten Vortrag referierte Felix Engel, Historiker der Uni Potsdam, über die Reformation in Rathenow, die hier friedlicher verlief als anderswo in Deutschland.

16.04.2016
Anzeige