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Für eine starke Regionalbahn

Landratswahl im Havelland Für eine starke Regionalbahn

In wenigen Tagen wird im Havelland ein neuer Landrat gewählt. Am 10. April sind die Bürger erstmals direkt aufgerufen, einen neuen Kreischef zu bestimmen. Die MAZ hat allen Kandidaten dieselben Fragen zur Person und aktuellen Themen der Kreispolitik gestellt. Diesmal antwortet Roger Lewandowski, 51, von der CDU.

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Roger Lewandowski, CDU-Landratskandidat.

Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke

Havelland. In wenigen Tagen wird im Havelland ein neuer Landrat gewählt. Am 10. April sind die Bürger erstmals direkt aufgerufen, einen neuen Kreischef zu bestimmen. Die MAZ hat allen Kandidaten dieselben Fragen zur Person und aktuellen Themen der Kreispolitik gestellt. Diesmal antwortet Roger Lewandowski, 51, von der CDU.

Warum halten Sie sich für den geeigneten Kandidaten für den Posten des Landrats?

Roger Lewandowski: Ich bin seit fast elf Jahren stellvertretender Landrat, eine Aufgabe, die mir großen Spaß macht. In dieser Zeit waren viele Herausforderungen zu meistern, ich habe eine Menge Erfahrungen sammeln können und den Landkreis sehr intensiv und aus verschiedenen Perspektiven kennen gelernt. Und ich habe viele interessante Menschen getroffen, die wie ich etwas für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis bewegen wollen. Mit anderen Worten: Ich weiß, auf was ich mich einlasse, und ich weiß, dass ich in der Position des Landrates doch noch einiges mehr bewegen kann als bisher. Das ist meine Motivation: Im Landkreis gemeinsam etwas gestalten, was unser aller Lebensumfeld verbessert.

Wie soll der Landkreis Havelland nach einer möglichen Kreisgebietsreform aussehen?

Lewandowski: Wir haben jetzt wichtigere Dinge zu tun, als dass sich die Verwaltung mit sich selbst beschäftigt! Ich bin fest davon überzeugt, dass der Landkreis Havelland in seiner jetzigen Form die Stärke hat, eigenständig zu bleiben. Wir sind wirtschaftlich, finanziell und von der Einwohnerzahl stark genug, und das werden wir auch in Zukunft sein. Bei einer Zusammenlegung würden die Landkreise bestraft werden, die in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben, indem sie zum großen Teil die Schulden des Fusionslandkreises oder einer kreisfreien Stadt übernehmen müssen. Das darf nicht sein. Deshalb spreche ich mich entschieden gegen eine Kreisgebietsreform aus.

Viele Havelländer klagen über schlechte Bus- und Bahnverbindungen. Was wollen Sie in diesem Bereich unternehmen?

Lewandowski: Ich bin der Auffassung, dass es beim Busverkehr noch Möglichkeiten gibt, das Angebot auszuweiten, ohne dass dies zu nennenswerten Mehrkosten führt. Dazu müssen Bedienzeiten und Linienführungen noch besser aufeinander abgestimmt werden. Die dadurch frei werdenden Mittel würde ich vollständig zur Verbesserung des Angebots einsetzen. Hinsichtlich der Bahnverbindungen setze ich mich für eine starke Regionalbahn ein und unterstütze den Bau eines dritten und vierten Regionalbahngleises zwischen Berlin und Nauen. Zudem müssen auch die Takt- und Umsteigezeiten attraktiv gestaltet sein. Beides erfordert, dass sich der Landkreis aktiv in die Verkehrswegeplanung und die Fahrplangestaltung einbringt.

Wie kann der Landkreis die Flüchtlingsfrage bewältigen?

Lewandowski: Für diese Frage gibt es keine einfache Lösung. Was die Landkreise angeht, sind diese gesetzlich zur Unterbringung verpflichtet. Mein Ziel ist es, diese Unterbringung im Einvernehmen mit den Gemeinden zu organisieren. Allerdings bin ich auch besorgt, ob bei einem weiter anhaltenden Zustrom in der bisherigen Größenordnung die Aufnahmekapazitäten noch ausreichen. Auch deshalb muss es gelingen, Menschen ohne Bleibeperspektive möglichst schnell in ihre Heimatländer zurückzuführen. Gleichzeitig ist es wichtig, diejenigen, die bleiben können, bei ihrer Integration in unsere Gesellschaft tatkräftig zu unterstützen. Nur mit gegenseitigem Verständnis können wir diese Aufgabe meistern.

Von Philip Häfner

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