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Havelland „Für jeden wird etwas dabei sein“
Lokales Havelland „Für jeden wird etwas dabei sein“
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13:50 20.05.2016
Das Schloss wird auch in diesem Jahr wieder attraktive Kulisse für verschiedene Veranstaltungen sein. Dazu gehören das Singspiel „Im weissen Rössl“ oder auch der „Sommernachtstraum“.  Quelle: Andreas Kaatz
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Ribbeck

 Ein Brand in der Nacht zum 14. April hatte das Restaurant des Schlosses Ribbeck in Mitleidenschaft gezogen. Es ist immer noch gesperrt, Handwerker bereiten derzeit alles für die Wiedereröffnung vor. Schloss-Geschäftsführer Frank Wasser erzählt, was die Besucher in diesem Jahr in Ribbeck erwarten können.

Herr Wasser, haben Sie und Ihre Mitarbeiter den Schreck mittlerweile verdaut, nachdem es am 14. April dieses Jahres im Restaurant des Schlosses gebrannt hatte?

Frank Wasser: Der Brand war für uns alle ein großer Schock gewesen. Der Schlossbetrieb ist insofern stark beeinträchtigt, da ja das Restaurant eine der wichtigsten Abteilungen unseres Hauses ist. Es ist ein zentraler Punkt des Schlosses, ein Ort, wo man sich begegnet. Da ist es natürlich sehr bedauerlich, dass es gerade zu Beginn des Hochsaison nicht zur Verfügung steht.

Konnten Sie die Einbußen im Rahmen halten?

Wasser: Wir konnten es teilweise dadurch kompensieren, dass wir recht frühzeitig den Cafe-Garten geöffnet hatten und auch mit Grillspezialitäten aufwarten konnten. Das wurde über die Pfingstfeiertage sehr gut aufgenommen. Wir wussten uns vor Gästen kaum zu retten, was natürlich sehr schön war. Mittlerweile hatten wir auch schon wieder mehrere größere Gesellschaften hier. Der Saal ist ja nutzbar, er war nicht beschädigt worden.

Wann wird das Restaurant wieder öffnen?

Wasser: Ich gehe davon aus, dass es Anfang, Mitte Juni wieder genutzt werden kann. Die Brandsanierungen hatten frühzeitig und zügig begonnen, so dass wir schon bald auch die Küche in Betrieb nehmen konnten. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal der Feuerwehr für ihr schnelles Eingreifen danken, so dass noch größere Schäden verhindert werden konnten. Aber auch den anderen Beteiligten – vom Landkreis bis zu den Sanierungsfirmen – sowie vor allem meinem Team, auf das ich mich in der Zeit hervorragend verlassen konnte, danke ich sehr.

Nicht alle Veranstaltungen konnten danach wie geplant stattfinden...

Wasser: Das ist richtig. Wir mussten zwei Events, die im Schloss angemeldet waren, auf das Landgut Stober nach Groß Behnitz verlegen, was kurzfristig sehr gut geklappt hat. Dafür ebenfalls Dank. Zwei Veranstaltungen wurden auf den Herbst verschoben. Letztlich führte die gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten rund um die Sanierung aber auch dazu, dass wir das Haus schon nach einer Woche wieder öffnen konnten. Das betrifft Museum und Shop. Und wir brauchten auch keine bereits gebuchten Führungen im Haus und um das Haus herum absagen. Wir konnten unsere Aufgaben also trotz der widrigen Umstände recht gut erfüllen.

Wie geht es nun weiter am und im Schloss?

Wasser: Wir haben zwei große Events im Juni. Am 4. Juni haben wir Jazz-Rock mit Matthias Wacker and Friends. Und am 12. Juni, da bin ich besonders stolz, dass es geklappt hat, ist „Im weissen Rössl“ mit dem Theater der Altmark Open Air zu erleben. Da sind alle herzlich eingeladen, denn es ist wirklich für jung und alt ein besonderes Stück, das vor der wunderbaren Schlosskulisse im Birnengarten stattfinden kann. In diesem zeitlichen Rahmen werden wir dann auch unser Restaurant wieder neu eröffnen.

 Was erwartet die Gäste in diesem Jahr noch?

Wasser: Als nächstes folgen dann zum dritten Mal die Schlossfestspiele an zwei Wochenenden. Darauf freue ich mich schon sehr. Es wird eine Neuaufnahme von Amadeus geben, am 15., 16. und 17. Juli. Und bereits am 8., 9. und 10. Juli kommt die Shakespeare-Company Berlin mit dem Sommernachtstraum. Beides wird Open Air aufgeführt und die Leute müssen sich insbesondere beim Sommernachtstraum schon sehr beeilen, um noch Karten zu bekommen. Der Verkauf läuft ganz hervorragend an.

Bleibt es in diesem Jahr abwechslungsreich?

Wasser: Natürlich. Im Oktober haben wir wieder das Birnenfest, das fast zu einem Volksfest geworden ist. Danach folgen die Wildwochen. Und darüber hinaus gibt es wieder einen Dinner-Abend, eine Lesung, den Dinner-Krimi sowie Konzerte. Für jeden wird etwas dabei sein.

Sie sind erst seit Kurzem Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH. Was haben Sie sich vorgenommen für die Zukunft, was wird anders werden?

Wasser: Noch vor der Sommerpause möchte ich zu dem, was ich vorhabe, ein Konzept vorlegen. Haben Sie bitte Verständnis, dass ich deshalb noch keine Einzelheiten nennen kann.

Aber vielleicht können Sie zumindest Grundsätzliches sagen?

Wasser: Auf jeden Fall ist es meine Absicht, erfolgreiche Dinge fortzuführen. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Schlossfestspiele ein wichtiger Bestandteil des Programms nicht nur in diesem Jahr sind, sondern auch in den kommenden Jahren sein werden. Da wollen wir auch weiterhin auf die gute Zusammenarbeit mit Regisseur Claus Stahnke setzen. Wir haben schon einvernehmlich die Projekte der nächsten Jahre angedacht, wobei ein Schwerpunkt auf dem Fontanejahr 2019 liegen wird.

Und darüber hinaus?

Wasser: Es soll eine gute Mischung aus Musik, Schauspiel, Komödie, Philosophie, bildender Kunst bis hin zu Schülerausstellungen geben. Das will ich auf jeden Fall weiterführen, um breite Kreise anzusprechen und auch mehr Besucher hierher zu bekommen. Mit hierher meine ich nicht nur das Schloss allein, sondern das Dorf Ribbeck. Denn ich betrachte das Schloss als Bestandteil des Dorfes. Daher ist mir die Zusammenarbeit mit allen Playern des Ortes so wichtig. Ich werde mit allen Beteiligten in Ribbeck, im Landkreis und im Land Brandenburg, die interessiert sind, für ein offenes Gespräch zur Verfügung stehen.

Von Andreas Kaatz

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