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Havelland Für mehr Freundlichkeit
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02:15 09.11.2015
Freundlich geht es besser: Dagmar von Kleist wirbt dafür. Quelle: Archiv
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Falkensee

Ein Tag der Freundlichkeit? Warum nicht, sagt Dagmar von Kleist. Mit einem bunten, anregenden Abend am Freitag, dem 13. November, will die Falkenseerin anfangen.

Die Idee zu solch einer Aktion hatte sie vor mehr als einem Jahr. Die ehemalige Ärztin ist oft in Amerika und in Skandinavien unterwegs. „Da war mir immer wieder aufgefallen, wie selbstverständlich und freundlich Leute uns fragten: Können wir helfen?“, erzählt sie. Wieder in Deutschland passierte ihr das fast nie. „Hier ist es schon so, dass es auffällt, wenn einer freundlich ist!“, sagt Dagmar von Kleist. Sie stammt aus einer Ur-Berliner Familie. Aber wenn es eine sprichwörtliche Berliner Unfreundlichkeit gibt, dann ist Dagmar von Kleist das Gegenstück dazu. Offen und den Menschen zugewandt geht sie durchs Leben, und das seit 20 Jahren in Falkensee.

„Die Stadt hat ein freundliches, grünes Grundimage, aber sie kann doch freundlicher werden“, sagt Dagmar von Kleist, „die Menschen können freundlicher miteinander umgehen.“

Um da einen Anstoß zu geben, hat sie in den vergangenen Monaten Mitstreiter gesucht und gefunden: die Stadt Falkensee, die evangelische Kirchengemeinde Seegefeld, die Willkommensinitiative, die AG Wohnen im Alter, die Falkenseer Literatur-Ladies, der Gospelchor die Jetta-Singers. Sie alle gestalten für den 13. November einen Abend voller Nachbarschaft, Miteinander und Vielfalt - mit Gesprächen, kleinen launigen Texten, flotten Sprüchen und Gesang. Dirk Lausch moderiert das Ganze.

Mit dem etwas umständlichen Titel „Toleranz? Respekt! Ein kleiner Schritt für die Menschen – ein großer Gewinn für alle! Denn: Bunt ist einfach netter.“ ist der Abend versehen. Dabei soll er keine politische Veranstaltung werden, sondern ein anregender Gedankenaustausch.

Kann man Freundlichkeit lernen oder ist er regional bedingt? „Man kann lernen, freundlich und den Menschen zugewandt zu sein“, sagt Dagmar von Kleist und setzt dabei auf Vorbildwirkung, auf das Leben in der Familie und in der Partnerschaft. „Freundlichkeit ist ein Vermögen, es ist steuerfrei und verbessert die Lebensqualität von uns allen“, ist die Falkenseerin überzeugt. Freundlichkeit fühlt sich einfach gut an. „Und sie ist ein Baustein unserer Demokratie“, meint Dagmar von Kleist.

Die Veranstaltung am 13. November findet in der Segefelder Kirche statt, sie beginnt um 18 Uhr, sie wird – bei vorheriger Anmeldung – von Gebärdendolmetscherinnen begleitet.

Von Marlies Schnaibel

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