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Für mehr Freundlichkeit im Alltag

Erster Aktionstag für ein liebenwürdigeres Falkensee Für mehr Freundlichkeit im Alltag

Es gibt viele Dinge, die eine Stadt lebenswerter machen. Freundlichkeit und gegenseitiger Respekt im Alltag gehört dazu. Dafür plädierten Dagmar von Kleist und Dirk Lausch beim „1. Falkenseer Aktionstag pro Toleranz und Respekt“.

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Dagmar von Kleist und Dirk Lausch mit deutlichen Plädoyers in der Seegefelder Kirche.

Quelle: Foto: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Ein buntes Programm gab es zu bestaunen in der Seegefelder Kirche beim „1. Falkenseer Aktionstag pro Toleranz und Respekt“: ein Mix aus frommen Wünschen und eindringlichen Appellen, sich künftig netter im Alltag zu verhalten. Der Gospelchor Jettasingers sang am Freitagabend Lieder, Kinder spielten kurze Theaterszenen – alles nach dem Motto „Die Stadt soll freundlicher werden.“

Die Idee zu dem Projekt hatte Dagmar von Kleist: „In den USA haben mich oft Menschen gefragt, ob sie mir helfen könnten, weil ich mich offenbar verlaufen hatte. Und bei einem privaten Streit sollte man sich unbedingt wieder vor dem nächsten Morgen versöhnen.“ Als Projektleiterin bei der Falkenseer „Arbeitsgemeinschaft Wohnen im Alter“ weiß die Ärztin, wie man etwas bewegen kann. „Mit Dirk Lausch aus Berlin, der den Abend heute moderiert, habe ich einen Förderantrag gestellt bei der Partnerschaft für Demokratie Falkensee. Jetzt werden wir unterstützt im Rahmen des Bundesprogramms ’Demokratie leben’.“

Auch bei der ersten Falkenseer Demokratie-Konferenz im Oktober ging es um das Thema „Friedliches Miteinander – Toleranz zur Verschiedenheit“. Aber von einem politischen Ansatz zu mehr Bürgerbeteiligung wollen in diesem Fall weder Dirk Lausch noch Dagmar von Kleist etwas wissen. Sie backen bewusst kleinere Brötchen, um die havelländische Welt positiv zu verändern. Dirk Lausch präsentierte sein „Plädoyer für Respekt und Toleranz“ und sagte, „die Gesellschaft soll bunt und vielfältig sein, dann ist sie auch liebenswert“. Zur Unterhaltung des Publikums las er mit Dagmar von Kleist heitere Texte von Erich Kästner und Mascha Kaleko vor.

Eva Kotz vom Hort der Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld hatte eine Handvoll ihrer Schützlinge mitgebracht. Sie führten drei kleine Stücke auf. Rührend die Szene, bei der ein Mädchen lernt, Süßigkeiten mit allen zu teilen. Der Gospelchor sang beseelt „Get together in the name of love“ (Vereint euch im Namen der Liebe).

Marion Carus saß in einer der gut gefüllten Kirchenbänke: „Ich arbeite beim Lokalen Bündnis für Familien und weiß, dass Stress oft Freundlichkeit im Alltag verhindert. Hoffentlich bleibt diese Aktion für ein besseres Miteinander keine Eintagsfliege.“ In der Pause gab es Obstsaft, von Konfirmanden gereicht. Dirk Lausch und Dagmar von Kleist verteilten Karten, auf denen man seine Wünsche für ein besseres Falkensee verewigen konnte. Eine Auswahl: „Obdachlose und Flüchtlinge sollten gemeinsam betreut werden oder“, „Klare Kante gegen Rechts“ oder „Mehr Rücksicht zwischen Radfahrern und Fußgängern“.

Die Werke sollen der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten Manuela Dörnenburg überreicht werden. „Und in einem Jahr werden wir uns wieder zum Aktionstag treffen und auswerten, was aus den Vorschlägen geworden ist“, versprach Dagmar von Kleist.

Von Hans-Peter Theurich

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