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Havelland Für mehr Sicherheit am Havelkanal
Lokales Havelland Für mehr Sicherheit am Havelkanal
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00:19 24.09.2017
Eine Ölsperre nach einer Havarie auf der Havel bei Ketzin. Quelle: Julian Stähle
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Wustermark

Ein Boot in Flammen, eine riesige Öllache auf der Havel oder eine halb gesunkene Yacht – mit solchen Vorfällen haben Ketziner Feuerwehrleute hin und wieder zu tun. Bei ihnen im Depot in der Feldstraße ist das Katastrophenschutzboot des Landkreises Havelland stationiert. Es kommt bei allen Einsätzen auf dem Wasser im Osthavelland zum Einsatz.

Allerdings benötigt man dazu Einlassstellen, so genannte Slip-Anlagen. Die gibt es derzeit nur in Ketzin/Havel und in Brieselang. „Wir müssen also im Moment mit dem Katastrohenschutzboot relativ weit fahren, um zum Beispiel nach Schönwalde oder Wustermark zu kommen. Das dauert seine Zeit“, sagt der Ketziner Ortswehrführer Steffen Vogeler.

Um bei Havarien wie eine Ölpest im Bereich Wustermark, wo es den Hafen im Güterverkehrszentrum gibt, schneller vor Ort sein zu können, sollen zwei solcher Slipanlagen in Buchow-Karpzow und Dyrotz gebaut werden. „Ziel ist es, Schäden auf und an der Wasserstraße und damit auch an der Natur so gering wie möglich zu halten“, sagt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Er hat sich jüngst mit einem Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aus Brandenburg getroffen und nötige Maßnahmen besprochen.

Mit dem Ergebnis, dass neben den beiden Einlassstellen in Buchow-Karpzow und Dyrotz eine weitere am Hafen im Güterverkehrszentrum bestehen muss. „Aufgrund der guten Kontakte der Wustermarker Feuerwehr zum Hafenbetreiber wird das Katastrophenschutzboot mit Hilfe der vorhandenen Technik im Hafen vom Betreiber am Tage und in der Nacht zu Wasser gelassen“, so Scholz. Bauliche Maßnahmen seien deshalb nicht erforderlich.

Allerdings sei ein asphaltierter Weg auf dem vorhandenen Damm von der künftigen Slip-Anlage Dyrotz zum GVZ Wustermark auf einer Länge von etwa 735 Metern nötig. „Dieser Weg soll ausschließlich von Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zur besseren Pflege ihrer Anlagen und von Spaziergängern und Radfahrern genutzt werden, die diesen Abschnitt bereits jetzt begehen oder befahren“, sagt Scholz. Mit Klapppollern könnte man das illegale Befahren des Dammes verhindern.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Brandenburg hat der Gemeinde Wustermark per Mail mitgeteilt, dass die empfohlenen Maßnahmen “grundsätzlich genehmigungsfähig“ sind.

„Alle Arbeiten werden für 2019 geplant, so Wolfgang Scholz. Die Bau- sowie die späteren Instandhaltungs- und Pflegekosten der Anlagen und Wege muss die Gemeinde Wustermark tragen. Wie hoch die sind, sei heute noch nicht bezifferbar.

Von Jens Wegener

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