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Fußball-Turnier: „Cup of Cultures“

Flüchtlinge kicken in Friesack Fußball-Turnier: „Cup of Cultures“

Die Integration von Flüchtlingen klappt in Friesack mustergültig. Einen weiteren Beweis dafür lieferten am Wochenende Fußballer von Eintracht Friesack sowie der örtliche Runde Tisch als Ideengeber und Organisatoren sowie Bewohner von Asylunterkünften im Landkreis Havelland. Sie trafen sich in der Fliederstadt zum Turnier „Cup of Cultures“.

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So sehen Sieger aus: Das Team aus Ribbeck gewann das Fußballturnier.

Quelle: Norbert Stein

Friesack. Anfeuerungsrufe von der Seitenlinie und Spieleifer auf dem Parkett. Die Stimmung war prima beim Fußballturnier mit Mannschaften aus havelländischen Flüchtlingsunterkünften in der Friesacker Sporthalle. Mehrere Mannschaften spielten um den vom Friesacker Bürgermeister Klaus Gottschalk gestifteten Siegerpokal. Den Ball ins gegnerische Tor unterzubringen versuchten Teams aus Flüchtlingsunterkünften in Rathenow, Semlin, Ribbeck, Friesack, Falkensee und Brieselang. „Einfach Klasse“, meinte John -Gerrit Roeder vom Organisationsteam zur sportlich -freundschaftlichen Atmosphäre unter den Spielern, Begleitern und Zuschauern aus über zehn verschiedenen Ländern.

John- Gerrit Roeder ist Vizekapitän der 1. Friesacker Fußballmannschaft und sitzt für seinen Sportverein Einheit am runden Tisch für eine asylfreundliche Willkommenskultur in der Kleinstadt. Vom runden Tisch gingen auch wesentliche Impulse aus für das Fußballturnier „Friesack Cup of Cultures“. Organisiert wurde die Veranstaltung am Wochenende vom örtlichen Sportverein, tatkräftig unterstützt von Mitstreitern des runden Tisches und weiteren Helfern. Geboren ist die Idee ein Fußballturnier mit Mannschaften aus mehreren Unterkünften für Flüchtlinge zu organisieren vor sechs Wochen beim diesjährigen Fußballturnier von Eintracht Friesack. Es war keineswegs ein spontaner Einfall. Fünf junge Männer aus der Friesacker Flüchtlingsunterkunft nehmen am Training der Einheit – Fußballer teil. Drei wurden auch schon in Spielen eingesetzt. Für Friesack Fußball gespielt hat auch schon Salim. Seit sieben Monaten lebt der 18-Jährige aus Somalia in der Kleinstadt. „Ich fühle mich wohl in Friesack“, erzählte er in einer Spielpause von seiner derzeitigen Praktikumsarbeit in einem Betrieb und seinem Wunsch einmal Mechaniker zu lernen. Fußball gespielt hat er auch schon in Somalia. In Friesack sei aber alles besser und möchte deshalb auch bleiben in der Kleinstadt am Rhin. Natürlich spielte er auch Fußball. „Bisher haben wir einmal gewonnen, einmal verloren und Spiel unentschieden beendet“, erzählte er zur Turnierhälfte am Spielfeldrand, wo gerade Jean- Luc Meier ein Tor bejubelte, mit dem seine Mannschaft aus Ribbeck den Grundstein legte für einen späteren Erfolg. Die Junges aus Ribbeck wurden Turniersieger. Platz 2 belegte die Mannschaft Hasenweg- Rathenow, mit der Jürgen Albrecht zum Turnier nach Friesack gefahren war.

Von Norbert Stein

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