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Havelland Kuhdammbrücken sollen breiter werden
Lokales Havelland Kuhdammbrücken sollen breiter werden
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00:29 19.06.2015
Die Brücke über den Havelkanal ist nur einspurig. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark


Die Grundschulerweiterung in Wustermark kostet viel Geld, der Eigenanteil in Millionenhöhe für eine mögliche Wohnbebauung im Olympischen Dorf Elstal ist bereitgestellt worden und nun folgt der nächste finanzielle Brocken, den die Gemeinde Wustermark schlucken soll. Es geht um die Verbesserung der straßenseitigen Anbindung des Güterverkehrszentrums Wustermark (GVZ). Genauer gesagt sollen beide Kuhdammbrücken, die über den Havelkanal und die über die Autobahn 10, auf zwei Spuren verbreitert werden, um dem zunehmenden Verkehr im GVZ gerecht zu werden.

Zwar stehen diese Investitionen nicht vor 2020 an, aber „wir brauchen von der Gemeinde jetzt einen Grundsatzbeschluss zur Bereitschaft, einen Eigenanteil für die Brückenumbauten zu leisten“, sagt Dietmar Müller von der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH. Die IPG kümmert sich im Auftrag der Gemeinde um die Entwicklung des GVZ. Die genaue Summe für Wustermark steht noch nicht fest, weil das unter anderem von der Höhe möglicher Fördermittel abhängt. „Wir gehen für beide Brücken von mehr als einer Million Euro aus“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Im Bauaussschuss am kommenden Dienstag ab 18.30  Uhr im Rathaus wird das Thema erstmals behandelt.

Das Güterverkehrszentrum Wustermark boomt. Bisher haben sich dort 31 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 3000 Leute beschäftigen. Davon profitiert auch die Gemeinde, denn die Gewerbesteuereinnahmen lassen die Kassen klingeln.

Fakten und Zahlen

Mit einer Verdichtung könnten im GVZ Wustermark weitere 35 Hektar als Gewerbefläche gewonnen werden.

Derzeit sind rund 75 Prozent der 127 Hektar Nutzfläche belegt.

Die Zufahrt ins GVZ erfolgt derzeit über die B 5, über die Kuhdammbrücken und die Rostocker Straße.

Für die Ausfahrt aus dem GVZ sind die Kuhdammbrücken nicht nutzbar, weil sie nur einspurig sind. Außerdem können die Brücke über die A 10 nur Fahrzeug bis 30 Tonnen befahren.

Aber die Kommune ist auch in der Pflicht, wenn es um die Verbesserung der Infrastruktur im GVZ geht. Und das ist nötig, weil sich weitere Firmen wie die Gör Bak GmbH oder die Firma Colossus am Hafen im GVZ ansiedeln wollen, die noch mehr Schwerlastverkehr verursachen.

Da eine flächenmäßige Erweiterung des GVZ aus Kostengründen wohl nicht in Frage kommt, sollen Flächen innerhalb des 226 Hektar großen Areals für Gewerbeansiedlungen genutzt werden. So hatte es die IPG der Gemeinde bereits im März dieses Jahres empfohlen. „Ein Verdichten wäre gegenüber einem Erweitern für die Gemeinde Wustermark preiswerter, weil man vorhandene Infrastruktur und Medien nutzen könnte und nicht alles neu bauen beziehungsweise neu verlegen müsste“, so IPG-Geschäftsführer Rüdiger Hase damals.

Im Vorfeld der Entscheidung der Wustermarker Gemeindevertreter über einen finanziellen Eigenanteil hat es Anfang Mai bereits ein finales Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßenwesen über das Bauvorhaben Erneuerung der Kuhdammbrücke über die A 10 gegeben. Die wird zwar im Zuge eines geplanten sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn 10 sowieso umgebaut, „aber der Bund würde sie nur so wieder herrichten, wie sie jetzt ist – also einspurig“, so Dietmar Müller von der IPG. Parallel dazu könnte dann auch die Kuhdammbrücke über den Havelkanal verbreitert werden. Während der etwa einjährigen Bauzeit würden die Zufahrten ins GVZ dann nur von der B 5 aus oder über Rostocker Straße möglich sein.

Von Jens Wegener

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