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Gärtnern mit allen Sinnen

Ruth Schwarzer zeigt, wie’s geht Gärtnern mit allen Sinnen

Lange war Ruth Schwarzer immer nur die „Kräuterfee“. Seit 1999 trat die Gartenexpertin mit Strohhut auf und referierte über Kräuter aller Art. „Kräuterfee, das klingt nach Dill, Petersilie und Schnittlauch. Dabei weiß ich noch so viel mehr“, sagt die 65-Jährige. Das Gärtnern wurde Ruth Schwarzer in die Wiege gelegt.

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Entdeckte schon als Kind ihre Liebe für die Natur: Ruth Schwarzer am i-Punkt Grün.

Quelle: J. Sack

Rathenow. Sie wuchs auf einem Bauernhof bei Bismark in der Altmark (Sachsen-Anhalt) auf. „Fühl und riech mal!“, pflegte Schwarzers blinder Onkel Wilhelm stets zu sagen, wenn er mit ihr über den elterlichen Hof stromerte. „Onkel Wilhelm hat mir von klein auf die Welt so gezeigt, wie er sie sah“, erinnert sich Schwarzer, „mit allen Sinnen.“

Seit 50 Jahren widmet sich die rüstige, kleine Frau nun schon der Natur. Ihre Pflanzenliebe machte sie zum Beruf: Nach der Gärtnerlehre studierte sie Gartenbau in Quedlinburg. Weil sie lieber Pflanzen erklärt, als still im Beet vor sich hin zu gärtnern, setzte Schwarzer noch ein Pädagogikstudium obendrauf. „Ich bin kein Wissenschaftler“, sagt Schwarzer. Ihr Wissen weiterzugeben mache ihr einfach Spaß. Jahrzehntelang bildete die Gartenexpertin auch Nachwuchsgärtner aus. Obwohl sie längst in Rente ist, gibt Ruth Schwarzer zur Bundesgartenschau Tipps für Hobbygärtner.

Termine

„Der Garten lebt“(Tipp für Kinder), Mittwoch, 11 bis 16 Uhr; Donnerstag, 11 bis 13 Uhr: „Workshop – Der Sommer kommt“

Am i-Punkt Grün auf dem Weinberg in Rathenow erklärt die Pflanzenexpertin nicht nur, was einen gesunden Garten ausmacht und welche Pflanzen sich je nach Saison am besten fürs heimische Beet eignen. Gern schlüpft die Altmärkerin auch noch einmal in die Rolle der Kräuterfee: Für Kinder und Erwachsene erklärt sie etwa blumige Köstlichkeiten am Wegesrand und wie man im Sommer richtig gießt.

Und wie lautet nun das Rezept für einen schönen Garten? „Auf die Vielfalt und das Spiel der Jahreszeiten kommt es an“, verrät die Expertin. Nichts sei schlimmer als ein Garten „wie mit dem Lineal gezogen“. Wenn Schwarzer nicht auf der Buga unterwegs ist, reist sie durchs Land und hält Vorträge oder versorgt Gäste in ihrer Pension bei Salzwedel. „Außerdem arbeite ich daran, mein Wissen für die Nachwelt zu erhalten“, so die umtriebige Gärtnerin.

Von Josefine Sack

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