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Galerie Schneeweiß ist Treffpunkt für Kreative

Falkensee Galerie Schneeweiß ist Treffpunkt für Kreative

Die Galerie Schneeweiß in Falkensee (Havelland) ist Treffpunkt für Kreative, bietet aber auch die Betreuung von Demenzkranken an. In den Galerieräumen und im Garten werden Erkrankte betreut, können sich Angehörige ausruhen.

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Malen in der Galerie Schneeweiß..

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. „Das ist eine Bereicherung für Falkensee“, freut sich Daniela Borsch. Sie kommt regelmäßig in die Galerie Schneeweiß zum Porzellanbemalen. Und nicht nur das, sie trifft sich hier mit ihrer Berliner Freundin. Aus Schöneberg kommt Brigitte Sommerfeldt-Erlebach. Gemeinsam wird gemalt und erzählt. „Alles in schöner Atmosphäre“, schwärmt Daniela Borsch. Der Salon, der Garten – das passe alles wunderbar zusammen.

Annette Schneeweiß

Annette Schneeweiß

Quelle: Marlies Schnaibel

Die beiden Frauen arbeiten unter Anleitung von Annette Schneeweiß, sie stellt Material und Farben, gibt technische Hinweise. Künstlerisch hält sie sich zurück. An drei Tagen in der Woche sind solche individuellen Malkurse möglich, da hat die Galerie für Porzellan und Gegenwartskunst geöffnet. Meistens sind es Frauen, die vorbeikommen. Freundinnen, Bekannte, Großmütter mit Enkeln.

Seit 2010 gibt es die kleine Galerie. Annette Schneeweiß, die einst Technologie der Lebensmittelverarbeitung studiert hat und nach der Wende in der Porzellanmanufaktur Adam & Ziege gearbeitet hatte, machte einen bis dahin ungenutzten Abstellraum zur neuen Kulturstätte. Das Wohnzimmer wurde zugleich Salon, in den zu Lesungen eingeladen wird. Das nächste Mal am 28. Mai. Im Salon oder bei schönem Wetter im Garten.

Nun hat Annette Schneeweiß an drei Tagen in der Woche ihr Angebot um ein neues Gewerbe erweitert. „Alltagsunterstützendes Angebot“ nennt sich das. „Insbesondere Menschen mit demenziellen Erkrankungen und deren Angehörige sind eingeladen“, erklärt sie. Sie selbst ist Initiatorin und Kursleiterin, ihr zur Seite stehen die Malerin Elke Greese und die Krankenschwester Mandy Voigt. Beim Landesamt für Soziales und Versorgung ist ihr Konzept bestätigt worden, eine Menge Papierkram war zu erledigen, bis alle Genehmigungen zusammen waren. Sie arbeitet mit der Nauener Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen und mit der Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier zusammen.

Auf die Idee für dieses Angebot kam sie vor Längerem durch eine Besucherin, die hier regelmäßig von ihren Angehörigen zum Malen gebracht wurde; die ehemalige Ärztin hat fast alles von ihrem alten Leben vergessen, aber beim Malen blühte sie auf, gern war sie im Garten unterwegs. „Stück für Stück ist die Idee für dieses Betreuungsangebot gewachsen“, erzählt Annette Schneeweiß. Sie bietet an, Kranke in den Galerieräumen, aber auch im Garten zu betreuen. „Das ist eine Entlastung für die pflegenden Angehörigen“, hat sie beobachtet, die können das kreative Angebot selbst gern nutzen oder sich einfach zum Ausruhen zurückziehen.

Wie das funktionieren kann, hat sie schon mehrfach beobachtet. Etwa, als der ASB mit einer Gruppe Demenzkranker zu einer Landpartie vorbei kam. „Im Garten werden die Sinne angeregt, da kommen Erinnerungen hoch“, hat Annette Schneeweiß gesehen. Und so kann man bei ihr nicht nur malen oder basteln, sondern auch Blumen erkunden, Kräuter sammeln, Kekse backen, Enten beobachten, singen.

Dienstags, mittwochs und donnerstags will sie das Betreuungsangebot unterbreiten. Angehörige können sich bei ihr ganz unverbindlich informieren, auch darüber, was über die Pflegeversicherung abgerechnet werden kann.

Die Galerie in der Poststraße 35 in Falkensee ist samstags, montags und freitags nachmittags geöffnet.

Von Marlies Schnaibel

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