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Havelland Ganz Premnitz freut sich auf die Ortsumgehung
Lokales Havelland Ganz Premnitz freut sich auf die Ortsumgehung
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00:18 20.03.2016
An dieser Stelle der B 102 vor Döberitz würde die Ortsumgehung abzweigen und dann zunächst über die Brücke in Richtung Industriepark führen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Die B-102-Ortsumgehung von Premnitz steht neben vielen anderen Vorhaben in der neuen Auflage des Bundesverkehrswegeplans, den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt vorgestellt hat. Das Projekt im Westhavelland, das auch schon in früheren Versionen des Planes enthalten war, ist aufgelistet in der Rubrik „Neue Vorhaben – Vordringlicher Bedarf“.

Gorholt (SPD) und Dombrowski (CDU): eine „gute Nachricht“

Als „gute Nachricht“ bezeichnet das Martin Gorholt, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Havelland und Landratskandidat seiner Partei. Er macht darauf aufmerksam, dass auch die B-102-Ortsumgehung von Schmerzke im Bundesverkehrswegeplan steht. Beides zusammen werde zu einer Beschleunigung des Verkehrs aus dem Westhavelland zur Autobahn A 2 führen. Die Aufnahme der zwei Verkehrsprojekte in den Bundesplan, erklärt Martin Gorholt, bedeute auch, dass ihre Finanzierung gesichert sei. Man könne deshalb mit Optimismus nach vorne blicken.

Dieter Dombrowski, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Havelland, beschränkt sich auf die kurze Aussage, die Aufnahme der Ortsumgehung Premnitz in den Bundesverkehrswegeplan sei eine „nicht mehr erwartete gute Nachricht“.

Planfeststellungsverfahren könnte Anfang 2017 beginnen

Er sei zu begrüßen, dass die Ortsumgehung der Stadt Premnitz in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, sagt deren Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos). Neben der ebenfalls enthaltenen Ortsumgehung von Schmerzke wäre es aber aus seiner Sicht nur folgerichtig, wenn noch weitere Bestandteile realisiert werden, die schon vor Jahren ebenfalls zur besseren A2-Anbindung der Region gezählt wurden. Er nennt die Ertüchtigung der B 102 von Döberitz bis Brandenburg/H. durch eine teilweise Erweiterung auf drei Spuren, die Erneuerung der B-102-Ortsdurchfahrt von Brandenburg und die Ertüchtigung der B 102 von Schmerzke bis zur Auffahrt auf die A2. Die Ortsumgehung von Premnitz allein, resümiert der Bürgermeister, ergebe für seine Stadt keinen Zeitvorteil.

Der Regionalbereich West des Landesbetriebs Straßenwesen bereitet jetzt schon das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung vor. Weil der Naturschutz dabei eine große Rolle spielt, wird im Laufe des Jahres 2016 im Bereich der geplanten Route eine größere Zahl genau festgelegter Tier- und Pflanzenarten beobachtet und kartiert. Gegenwärtig gibt es für die Ortsumgehung Premnitz nur eine Entwurfsplanung. Nach jetzigem Stand der Dinge könnte die Auslegung der Planfeststellungsunterlagen Anfang nächsten Jahres beginnen.

Von Bernd Geske

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