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Havelland Ganz weit vorne bei Schlüsselloch-OPs
Lokales Havelland Ganz weit vorne bei Schlüsselloch-OPs
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17:36 09.11.2016
Gestern nahm Stefan Lenz (2. v.l.) das Zertifikat entgegen. Quelle: Laura Sander
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Nauen

Weniger Schmerzen und einen schnelleren Genesungsprozess versprechen sogenannte Schlüsselloch-OPs, die unter anderem bei der Entfernung von Blinddarm oder Gallenblase Anwendung finden. Auch die Havelland Kliniken Nauen und Rathenow haben eine breite Palette an minimalinvasiven Operationen im Repertoire und führen im Jahr allein im Bereich der Allgemein- und Bauchchirurgie rund 700 Operationen durch. Seit einem Jahr bieten die Kliniken die Therapien unter dem Dach eines Zentrums für minimalinvasive Chirurgie (MIC) an.

Gestern erhielt das Zentrum unter der Leitung von Stefan Lenz das Qualitätssiegel. „Wir haben die Zertifizierung für dieses Jahr angestrebt und liegen somit gut im Zeitplan“, freut sich der Chefarzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie. „Mit uns gibt es lediglich vier Kliniken in Berlin und Brandenburg, die diese Auszeichnung erhalten haben“, so Lenz weiter.

Kriterien für die Zertifizierung sind unter anderem die Ausrüstung, die Qualifikation der Ärzte, der Umgang mit Patienten von der Einlieferung bis zur Entlassung sowie die Qualität repräsentativer und komplexer Eingriffe. „Im Fall der minimalinvasiven Chirurgie handelt es sich dabei um die Entfernung des Dickdarms. 75 dieser Operationen sollte ein Kompetenzzenrum im Jahr durchführen und auswerten – in den Havelland Kliniken waren es allein im vergangenen Jahr 150“, so Lenz.

Intensive OP-Auswertungen und Hospitationen, jede Menge Papierkram und Mehrarbeit gingen der Auszeichnung voraus. All das hätte sich gelohnt, so der Chefarzt. „Minimalinvasive Eingriffe sind hoch interessant und anspruchsvoll, da man vorsichtig und konzentriert arbeiten muss. Zudem haben sie einen hohen Patientennutzen.“ Im Durchschnitt können Patienten das Krankenhaus anderthalb Tage früher verlassen, als bei einer offenen Operation. „Zum einen ist das Qualitätssiegel ein Nachweis für unsere Patienten, zum anderen locken wir damit wieder mehr Ärzte in die ländlichere Region.“

Von Laura Sander

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