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Garlitzer gestalten Theaterkulissen

Dorfbewohner bereiten Aufführung vor Garlitzer gestalten Theaterkulissen

Im September wird in Garlitz ein Historienstück aufgeführt. Derzeit werden fürs Theater die Kulissen gestaltet, dabei sind die Garlitzer Feuer und Flamme.

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Regina Jung gestaltet eine Kulisse für die Theateraufführung „Garlitz 1416 – ein Dorf lockt ins Mittelalter“.

Garlitz. Das Theaterfieber kursiert in Garlitz. Erfasst werden von dieser Leidenschaft immer mehr Einwohner, insbesondere Mitglieder des Heimatkulturvereins Garlitz und dessen Helfer. Theater gespielt wird vom 23. bis 25 September auf dem Dorfplatz. Die Vorbereitungen für die Aufführungen laufen auf Hochtouren. „Sie sorgen zudem für ungeahnte künstlerische Aktivitäten im Dorf“, sagt Friedrich Eckle vor einem zehn mal drei Meter großen Moltontuch aus reiner Baumwolle. Regina Jung ist seit einigen Tagen mit Pinsel und Farbe dabei und gestaltet das 30 Quadratmeter große Tuch mit mittelalterlichen Motiven der Gaststätte Groß Behnitz. Töpfe, Krüge, Tische und vieles mehr hat sie schon auf das Tuch gemalt.

Einige Regenschauer sorgten für Unterbrechungen, sonst hätte Regina Jung ihr Werk schon vollendet. Das von ihr gestaltete Moltontuch dient bei den Theateraufführungen als Kulisse für mittelalterliche Szenen in der Dorfgaststätte. Eine zweite Kulisse, ebenfalls aus Tuch in der gleichen Größe, gestaltet Enrico Giebler mit Motiven „Das Dorf Garlitz im Jahr 1416“. Zwei alte Bauernhäuser mit Strohdach und Garten wird er in den kommenden Wochen als Kulisse für fünf Szenen gestalten. Um die Kulissen in einer Pause schnell auswechseln zu können, tüfteln die Garlitzer derzeit noch an einem speziellem Gestell.

Geschuldet ist alles Ereignissen in und um Garlitz vor 600 Jahren. Ein Aufschrei geht 1416 durch das Havelland. Die Pest ist angekommen, wird zumindest erzählt in den Dörfern und Städten. Nun kommt der schwarze Tod auch nach Garlitz, befürchten die Einwohner. Oder handelt es sich lediglich um eine List finsterer Gesellen, die sich am Eigentum der Garlitzer bereichern wollen? Die Antwort gibt die Aufführung.

Doch das ist bei Weitem noch nicht alles. Der Raubritter Johann von Quitzow überfällt und brandschatzt im Auftrag des Erzbischofs Günter von Magdeburg in jenem Jahr viele Dörfer in der Mark, welche dem Domstift oder dem Bischof von Brandenburg gehören. Garlitz wird als letztes Dorf überfallen. Auf dem einzigen Knüppeldamm durch das Luch werden von Quitzows Truppen von Brandenburgern überwältigt und er selbst von seinem Freund Henning von Stechow im Kampf besiegt. In Garlitz überschlagen sich die Ereignisse und im Nachbardorf Groß Behnitz in der Gaststätte sorgt die Schlacht mit ihren Folgen für Diskussionen und Auseinandersetzungen. Die Schlacht vor 600 Jahren bietet dem Kulturförderverein reichlich Stoff für eine Theaterinszenierung „Garlitz 1416 – ein Dorf lockt ins Mittelalter“. Angereichert mit Gags und Amüsantem bringen 17 Garlitzer Laienschauspieler, kleine und große Nebendarsteller gemeinsam mit Statisten das Stück vom 23. bis 25. September auf eine dafür eigens auf dem Dorfplatz aufgebaute Bühne. Regie führt Raimund Groß. Der Berufsschauspieler lebt in Garlitz und spielt in dem Stück auch mit. Er und Friedrich Eckle vom örtlichen Heimatkulturverein haben für die Aufführung das Drehbuch geschrieben. Geprobt wird jeden Sonntag.

Von Norbert Stein

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