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Rosen, Rhododendron und Japanischer Ahorn

Drei Falkenseer Gärten öffneten am Sonntag ihre Pforten Rosen, Rhododendron und Japanischer Ahorn

Jeden Sonnabend Rasen mähen, das muss sein. Streichholzkurz ist das Gras, kein Gänseblümchen lugt hervor im Garten von Diedrich Bühler und Angelika Kerutt in der Falkenseer Germanenstraße. Dafür wachsen dort 16 verschiedene Japanische Ahornbäume in Grün, Rot und gestreift. Dazu Funkien- und Irisgruppen, Stauden und Büsche und lila Gräser.

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Karina Appeldorn (l.) redet mit Heidi Herder über Rosen.

Quelle: Jana Einecke

Falkensee. Kein Halm ist am falschen Platz. Schwer vorstellbar, dass diese 1500 Quadratmeter umfassende Akkuratesse noch vor fünf Jahren vollkommen verwildert gewesen sein soll. „Man musste hier mit der Machete durch“, erinnert sich Diedrich Bühler. Jetzt sind er und seine Frau verständlicherweise stolz, dass sie das Gestrüpp in ein Bild wie aus einem Hochglanzmagazin verwandelt haben. Die Besucher, die das Ergebnis am Sonntag besichtigten – Anlass war die Initiative Offene Gärten, Organisator die Lokale Agenda 21 – waren denn auch voll des Lobes. Sie sahen die Arbeit an jedem Beet, an allen Rasenkanten. Und sie stellten Fragen wie: „Haben Sie spezielle Erde?“ Oder: „Wie bewältigen Sie das Laub?“ Die Gastgeber genossen den Besuch entspannt, verteilten Getränke. „Es ist schön, sich auszutauschen“, sagte Angelika Kerutt.

Austausch – genau das sei eines der Ziele der Aktion, erklärt Christine Corell von der Lokalen Agenda. „Die Leute können sich Anregungen holen, Pflanzen tauschen und sich kennenlernen“, sagte sie. Jeder Gartenbesitzer könne sich beteiligen. Perfekt müsse sein Grundstück nicht sein. „Im Gegenteil, ich sage immer: ’Stellen Sie einen Liegestuhl in die Verwilderung und fertig’.“ Christine Corell ermutigt die Teilnehmer auch, ihren Garten auch zu öffnen, wenn etwa die Hauptattraktion schon verblüht ist, so wie bei Annemarie Funke.

Der frühe Frühling nämlich hat der Alt-Falkenseerin die Rhododendron-Show vermasselt. Ein paar Blüten sind noch dran, aber doch schon angegammelt. Den Besuchern war es gleich. Sie kamen und staunten, unter anderem über einen stattlichen Busch, der schon mehrere Jahrzehnte auf dem Stamm hat. Auch in der Rottweiler Straße war Expertenwissen gefragt. Margit Schüler aus Berlin machte sich Sorgen um ihren eigenen Rhododendron: „Er hat dieses Jahr nicht geblüht, habe ich etwas falsch gemacht?“ Annemarie Funke beruhigte sie und empfahl etwas Dünger.

Größere Vorhaben als ein bisschen Düngerschütten stehen Karina Appeldorn bevor: Sie will ihren Garten in der Elsterstraße noch in diesem Sommer grundlegend umstrukturieren. „Es muss noch eine andere Gliederung rein“, sagte sie, die den Garten erst vor zwei Jahren übernommen hat. Von 50 der rund 100 Rosenstöcke, die zuvor dort standen, hat sie sich schon getrennt. Dennoch, mindestens eine will sie wieder dazupflanzen: „Eine rote Rose – die fehlt hier noch.“

Von Jana Einecke

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