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Havelland Gasstation in Ketzin eingeweiht
Lokales Havelland Gasstation in Ketzin eingeweiht
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02:18 07.12.2015
Projektleiter Thomas Brose (links) und Daniel Richter von der NBB im Inneren der neuen Gasübernahmestation. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

Ketzin gibt jetzt richtig Gas: Im Knoblaucher Gewerbegebiet der Havelstadt wurde am Freitag eine neue Gasübernahmestation offiziell eingeweiht – eine Art Netzkopplungspunkt zwischen dem Fern- und dem Verteilnetz, wie Daniel Richter von der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) erklärte, der die Anlage leitet. Sie gehört zu einem Verbund mit weiteren Stationen in Summt (Oberhavel) und Premnitz, über den im nordöstlichen Brandenburg 70 Ortsstationen und 49 000 Gaszähler mit Erdgas beliefert werden. Gesteuert und überwacht wird sie zentral von der Berliner Netzleitwarte der NBB.

Rund 5,7 Millionen Euro haben die Projektpartner NBB und EMB (Energie Mark Brandenburg GmbH) in den Neubau investiert, der in nur acht Monaten Bauzeit fertiggestellt wurde. „Wir wollten nicht ohne diese Station in den Winter gehen. Es war uns extrem wichtig, dass sie bis dahin betriebsbereit ist“, sagte Ulf Altmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der NBB.

Die Netzgesellschaft tritt als Betreiber der Anlage auf, Eigentümer bleibt aber die EMB. Das Energieunternehmen ist auch weiterhin Konzessionspartner für das Erdgasnetz für fast 100 Kommunen, darunter auch etliche aus dem Landkreis Havelland. Das komplizierte Konstrukt sei notwendig, weil der Staat vor einigen Jahren die Trennung von Netz und Vertrieb vorgeschrieben hatte, erklärte EMB-Sprecher Jochen-Christian Werner auf Nachfrage.

Der Standort in Knoblauch kann auf eine lange Tradition im Energiesektor zurückblicken. Zu DDR-Zeiten befand sich dort ein Untergrundgasspeicher, der den Großraum Berlin mit Gas versorgte; nach der Wende entstanden Photovoltaik- und Biogasanlagen, zudem wurde dort ein Experiment zur unterirdischen CO2-Verpressung durchgeführt, das mittlerweile abgeschlossen ist. Der Bau der Gasübernahmestelle sei nun ein weiterer Meilenstein, so Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Mit seinem knallgrünen Anstrich sei das Gebäude ein „echter Hingucker“, meinte EMB-Geschäftsführer Jens Horn, wenngleich Lück anmerkte, „dass die Ketziner Farbe ja eigentlich blau ist.“

Bereits seit Oktober ist die Anlage testweise in Betrieb, Anfang Dezember wurde sie dann an die NBB als Betreiber übergeben. „Ich glaube, dass wir in das richtige Produkt investieren“, sagte Geschäftsführer Ulf Altmann. „Wir glauben, dass Gas im Zuge der Energiewende einen wesentlichen Beitrag leisten wird. In den nächsten Jahren wird es keine CO2-Einsparung ohne Erdgas geben.“

Auf einem Rundgang konnten sich die Gäste anschließend selbst ein Bild von der Anlage machen. Was auffiel: Die Rohre sind relativ klein, wenn man bedenkt, dass damit der ganze Nordwesten Brandenburgs versorgt wird. Das sei möglich, weil das Gas unter großem Druck stehe und deshalb ein geringeres Volumen habe, erklärte Daniel Richter. In Ketzin wird das Gas auch gereinigt und mit einem schwefligen Geruchsstoff versehen, damit ausströmende Mengen besser entdeckt werden können. Ohne diese Maßnahme wäre das Gas völlig geruchslos.

Von Philip Häfner

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